Fabrik bald nur noch Schutt

Die Bagger und Arbeiter der Firma Ebersbach aus Oelsnitz kommen gut voran. Die Mauern der ehemaligen Porzellanfabrik Waldershof fallen. Im Gegenzug wachsen die Schutthalden. Bild: hd

Mit großen Meißeln, Greifern und Zangen besetzte Bagger fressen sich Meter für Meter durch die Mauern. Übrig bleiben Schutt und Schrott. Die traditionsreiche Porzellanfabrik Waldershof schwindet. In einigen Wochen ist sie endgültig Geschichte, erinnert nichts mehr daran, dass hier einmal bis zu 1000 Beschäftigte Arbeit fanden.

Waldershof. Die Abbrucharbeiten laufen seit Ende Januar. Gebäude, in denen einmal hochwertiges Porzellan gefertigt wurde, ähneln Ruinen oder sind bereits dem Erdboden gleich gemacht. Immer wieder kommen Spaziergänger vorbei, darunter Rentner, die früher hier arbeiteten. Mit wehmütigen Blicken verfolgen sie, wie der Bagger Wände greift und niederreißt. Von rund 180 000 Kubikmeter umbautem Raum sind bereits 50 000 Kubikmeter abgebrochen.

Stunde um Stunde wachsen die Schuttberge. Fachleute nehmen regelmäßig Proben und untersuchen sie. Unbelastetes Material wird größtenteils vor Ort getrennt, geschreddert, recycelt und zwischengelagert. Ein Teil davon wird noch für das Planieren und Ausgleichen des neu entstehenden Gewerbegebiets gebraucht. Bis Ende November soll die Porzellanfabrik Rosenthal verschwunden sein. Was oberirdisch zu sehen ist, dürfte bereits bis Ende Juli abgetragen sein. Der Abriss kostet etwas über eine Million Euro, wobei der Freistaat Bayern die Stadt Waldershof unterstützt und 70 Prozent übernimmt.
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