Fachmännischer Blick auf Bäume

Die Straßenbäume im Lohweg sind manchem Anlieger zu groß geworden. Eine Fachfirma soll sie nun begutachten und beurteilen, ob man sie einkürzen kann. Bild: Völkl

In regelmäßigen Abständen kommen Beschwerden aus dem Lohweg: Die Laubbäume sind zu groß, die Kornen werfen zu viel Schatten. Bürgermeister Richard Tischler brachte das sensible Thema im Stadtrat zur Sprache.

Pfreimd. (cv) Wer an den Bäumen vorbei spaziert, empfindet sie als idyllisch, wer in unmittelbarer Nähe wohnt, muss sich auch mit Schatten und mit Laub auseinandersetzen. Doch soll jeder Baum, der jemanden stört, gefällt werden?

Sollen Antragsteller zahlen?

In der Diskussion erinnerte Stadtrat Manfred Bruckner an die Baumfäll-Diskussionen im Bauausschuss. Bei Schäden in der Straße oder im Kanalnetz müssten Bäume weichen, aber nicht, wenn "der Blütenstaub stört". Bruckner plädierte auch dafür, dass bei einzelnen Aktionen die Antragsteller für die Neuanpflanzung aufkommen müssten. Der ÖDP-Stadtrat sprach sich gegen die Beseitigung der Bäume im Lohweg aus.

Einem Vorschlag aus der Runde, nur einige Bäume herauszunehmen, hielt Tischler entgegen: "Wenn ein Baum gefällt wird, steht ein anderer Antragsteller bei mir im Büro". Stadtrat Georg Hösl erinnerte daran, dass der Straßenzug bepflanzt wurde, als die Gärten noch nicht angelegt waren. Inzwischen sei alles zugewachsen und eigentlich kein Grund mehr zur ausladenden Begrünung der Straße gegeben. Kleinwüchsige Bäume würden ausreichen.

Rupert Schichtl hingegen bezeichnete das Baum-Thema im Lohweg angesichts der Größe der "Bäumerln" als "Luxusproblem". Er wollte seine Meinung nicht als allgemeingültige bezeichnen, doch zur Fällung "führt kein Weg".

Auftrag erweitern

Rupert Schichtl und Günter Strehl regten einen anwohnerfreundlicheren Zuschnitt an. Bürgermeister Tischler gab zu bedenken, dass der Bauhof nicht aus Baumsachverständigen bestehe. Sein Vorschlag: Die Stadt habe ohnehin eine Fachfirma beauftragt, welche die Bäume im Altstadtbereich professionell zurückschneidet - darunter auch die Platanen vor dem Buch-Café. So sollen sie verträglich bleiben. Das Gremium ging mit dem Bürgermeister konform, diesen Auftrag zu erweitern: Das Unternehmen soll sich auch den Bewuchs im Lohweg ansehen. Wenn das Problem nicht zu lösen ist, werden beim Kreisgartenamt Vorschläge eingeholt.
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