"Fahren nicht nach Hof, um zu verlieren"

Zum Bayernliga-Auftakt sahen 1200 Zuschauer am Wasserwerk einen 1:0-Sieg der SpVgg SV Weiden gegen die SpVgg Hof. Am Samstag steht das Rückspiel an. Und Trainer Christian Stadler gibt sich erneut kämpferisch.

Weiden. (lst) Am 11. Juli war der Auftakt für die bislang so famos verlaufende Saison für den Fußball-Bayernligisten SpVgg SV Weiden: Vor rund 1200 Zuschauern gewann die Elf von Trainer Christian Stadler im Sparda-Bank-Stadion das offizielle Eröffnungsspiel gegen die SpVgg Bayern Hof mit 1:0. Am Samstag um 15 Uhr steht nun auf der Grünen Au in Hof das Rückspiel auf dem Programm. "Wir fahren nicht nach Hof, um dort zu verlieren", sagt der Weidener Coach.

Allerdings ist ihm auch vollkommen bewusst, dass das Gastspiel beim Regionalliga-Absteiger kein Zuckerschlecken, geschweige denn ein Spaziergang, werden wird. "Wenn ise vorne dran bleiben wollen, müssen sie gewinnen. Der Druck liegt also bei den Gastgebern", schiebt Stadler der SpVgg Bayern Hof die Favoritenrolle zu.

Nur allzu gerne erinnert sich der SpVgg-SV-Trainer an die Hinrundenpartie, in der seiner Elf "in einem sehr engen Spiel ein sehr guter Auftakt" gelungen sei. "Es waren Kleinigkeiten, die diese Begegnung entschieden haben. Und so wird es auch am Samstag sein", prognostiziert Stadler. Den kleinen Unterschied zweier gleichwertiger Mannschaften machte damals sein Stürmer Ralph Egeter aus, der in der 60. Minute den Siegtreffer erzielt hatte.

Die Hofer, als Absteiger vor der Saison von vielen Experten als Mitfavorit im Kampf um die Meisterschaft genannt, haben eine durchwachsene Vorrunde hingelegt, an deren Ende derzeit mit 28 Punkten der siebte Tabellenplatz steht. Für Michael Voigt, dem Sportlichen Leiter der Oberfranken, "ein zufriedenstellendes Abschneiden. Den sofortigen Wiederaufstieg haben wir intern nicht angepeilt. Unser Ziel war es, den Abstieg zu verdauen, uns neu aufzustellen und eine sportliche Perspektive zu entwickeln." Das ist den Oberfranken nach dem Regionalliga-Abstieg inzwischen bestens gelungen. Immerhin musste der Abgang von einigen Leistungsträgern verkraftet werden. Dazu kam mit Faruk Maloku ein neuer Trainer vom SV Etzenricht nach Hof. Das Ziel der SpVgg Bayern Hof für Samstag ist daher auch klar: Sie wollen gegen den Tabellenführer aus Weiden dieses Mal punkten. "Das ist ein Kann, nicht ein Muss", sagt Voigt. Vor allem schon deswegen, weil die Verletztenliste bei Bayern Hof derzeit doch ziemlich lang ist. Thomas Stock fällt wegen einer offenen Wunde am Spann aus. Ebenso fehlt Florian Rupprecht nach seinem Mittelfußbruch. Fraglich ist der Einsatz von Marcel Findeiß, der zuletzt wegen muskulärer Probleme gefehlt hatte sowie von Christian Brand wegen einer Verletzung am Oberschenkel. Definitiv ausfallen werden hingegen Cosmin Ichim und Christopher Klaszka.

Diese personellen Sorgen hat Weidens Trainer Stadler nicht. "Bei uns sind bis auf Andreas Koppmann alle Mann an Bord", ließ er verlauten. Und auch bei dem talentierten Nachwuchsspieler geht es nach seiner Operation aufwärts. "Er befindet sich im Aufbautraining und wird nächste Woche wieder zur Mannschaft stoßen", berichtet der SpVgg SV-Coach, der sich auf das nächste Spitzenspiel, das fünfte in Folge, freut. "Bei den Buchmachern ist wohl ein 0:0 das am meisten gewettete Ergebnis. Aber ich gehe davon aus, das dieses Spiel nicht Unentschieden ausgehen wird", so Stadler, der auch im achten Match hintereinander ohne Niederlage bleiben möchte.
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