Falschparker im Visier der Polizei
Im Blickpunkt

Waldsassen/Mitterteich. (pz) Die Polizei wird künftig verstärkt gegen Falschparker einschreiten. "In den letzten Wochen häuften sich Beschwerden über Falschparker, vor allem aus den Bereichen Mitterteich, Waldsassen und Konnersreuth", heißt es in einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Waldsassen.

"In erster Linie geht es um Fahrzeuge, die auf Gehwegen parken und es Rollstuhlfahrern, Müttern mit Kinderwägen, Personen mit Rollatoren oder Kindern (bis max. 10 Jahre) mit Fahrrädern, unmöglich machen, auf dem Gehweg ihren Weg fortzusetzen." Durch das rücksichtslose Parken würden Bürger gezwungen auf die Straße auszuweichen "... und sich dort den Gefahren des allgemeinen Fahrzeugverkehrs auszusetzen."

Nach eingehender Prüfung durch die Polizeiinspektion Waldsassen sei festgestellt worden, dass es einen Generalverdacht gegen "Gehweg-Parker" nicht gebe. Denn die überwiegende Mehrheit der Fahrzeugführer halte sich an die Regeln der Straßenverkehrsordnung. "Allerdings gibt es einige Wenige, die sich tatsächlich in einer derart rücksichtslosen Art über die Verkehrsvorschriften im Straßenverkehr hinwegsetzen, weshalb solche Verstöße verstärkt ins Visier der Ordnungshüter geraten", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Diese Falschparker müssten, auch wenn sie nur mit zwei Rädern auf dem Gehweg parken, mit einem Verwarnungsgeld von 20 Euro rechnen.

"Kommt eine Behinderung von Fußgängern hinzu, erhöht sich das Verwarnungsgeld auf 30 Euro." Wenn der geschützte Personenkreis wegen dieser Behinderung auf die Fahrbahn ausweichen müsse, könne es "... zu einer Abschleppung des Fahrzeuges kommen." Dies könne dann unter Umständen mehrere 100 Euro Kosten nach sich ziehen.

Ebenso verhält es sich nach Angaben der Polizeiinspektion mit der Beachtung von absoluten und eingeschränkten Haltverboten. Obwohl es jeder Fahrzeugführer aus der Verkehrserziehung und nicht zuletzt aus der Schulung für die Fahrerlaubnis vermittelt bekam, werden diese Verkehrszeichen ignoriert, "... meist aus Bequemlichkeit, um sich einige Meter Fußweg zum nahe liegenden Geschäft zu ersparen." Diese Verkehrszeichen würden nur nach kritischem Hinterfragen auf ihre Sinnhaftigkeit aufgestellt, um Gefahrensituation zu vermeiden. Sei es aus Gründen der Übersichtlichkeit des Straßenverkehrs oder aus Gründen der Verkehrssicherheit. So oder so könne ein Verkehrsverstoß nicht toleriert werden und sei lediglich opportun zu prüfen.

"Die Polizei bittet die Verkehrsteilnehmer deshalb eindringlich, sich an die Verkehrsvorschriften zu halten, weil die Verkehrssicherheit unserer Bürger oberste Priorität besitzt und die Ordnungshüter deshalb konsequent gegen Verkehrssünder einschreiten werden."
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