Familienferienstätte nimmt 15 junge Flüchtlinge auf
Bleibe für sechs Wochen

Anett Monreal vom Sozialamt (vorne) begleitete die ersten acht minderjährigen Flüchtlinge vom Bus zur Kolpingferienstätte. Die restlichen sieben Jugendlichen aus Syrien und Afghanistan folgten noch am Dienstagabend. Bild: bkr
Immenreuth. (bkr) Bayern platzt bei der Aufnahme jugendlicher Flüchtlinge aus allen Nähten. Das bringt auch den Landkreis Tirschenreuth in Bedrängnis. Am Freitag hat die Regierung angekündigt, dass noch 15 Minderjährige aufgenommen werden müssen. Das Jugendamt hatte aber alle zur Verfügung stehenden Plätze ausgenutzt. Aus der Notlage half die Familienferienstätte.

Die Jugendlichen trafen dort am Dienstag um 18.40 Uhr ein. Sechs Wochen werden sie hier vorübergehend bleiben können, weil ab 25. Juli bis September das Haus bereits ausgebucht ist. Eine weitere Nutzung des Gebäudes für asylsuchende Jugendliche ist laut dem Tirschenreuther Jugendamtleiter Albert Müller derzeit nicht vorgesehen. Allerdings sieht sich die Behörde weiter unter Druck. Anstatt der 5000 prognostizierten Jugendlichen schätzt Peter Gold, Leiter des Sozialdienstes, dass Bayern 7000 aufnehmen muss.

Ein Dank des Landratsamts galt am Dienstag Alfred Schuster, einer der Geschäftsführer der Familienferienstätte, für die spontane Hilfe. In Immenreuth erhalten die 15 jungen Afghanen und Syrer Unterkunft und Verpflegung. Das Kolpingberufsbildungswerk Tirschenreuth übernimmt in Wiesau die Ausbildung. Von den 25 Unterrichtsstunden seien alleine 23 für den Deutschunterricht vorgesehen, erklärte Johannes Saalfrank, Leiter des Kolpingberufshilfe, beim Empfang der Gäste.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.