Farbenfroh in den Sommer

Schönes aus Keramik kam bei den Besuchern gut an. Zwergenhäuschen machen sich im Beet ebenso gut wie die "schrägen Vögel" auf Stäben. Bilder: mic (2)

Wer mit dem Trend ging, stellte sich jahrelang rostige Dekostäbe ins Blumenbeet. Was einst als schick galt, taugt mittlerweile nur noch für den Sperrmüll. Doch was ist in? Mehrere 1000 Besucher ließen sich am Wochenende bei "Kunst & Garten" rund um den Schafferhof inspirieren.

"Rost ist out, ganz klar", sagt Norbert Hammerl aus Tännesberg. Er betreut den Stand von Metallkünstler Johann Völkl. Die Besucher bestaunen Feuerschalen aus Edelstahl, ein verzinktes Rosenspalier oder verschiedene Tierfiguren. Evi Küffner aus Ebnath setzt auf Keramik am Spieß. Ihre "schrägen Vögel" und ihre Zwergenhäuschen fürs Beet finden viele Bewunderer.

Steine aus der Lombardei

Sehr dekorativ ist die Steinkunst von Friedl Höfer aus Falkenberg. Er schraubt verschiedene Steine so zusammen, dass daraus kleine Skulpturen oder Brunnen entstehen. Den Kneis sammelt er im Tessin, in der Lombardei oder im Piemont. "Kiesel aus der Isar eignen sich nicht dafür", erklärt er. "Die lassen sich nicht so gut durchbohren." Kunst ist am Stand von Johannes Schöckelmann aus Oberbibrach weniger gefragt. Er fertigt Hochbeete. Der Vorteil: Man muss sich nicht bücken und kann bereits ab März anpflanzen. Auch wie ein Hochbeet befüllt werden muss, erfahren die Interessenten. Äste und Zweige bilden die erste Schicht, dann folgen Grasboden und grober Kompost. Erde und feiner Kompost kommen obendrauf. Tipps für den Steingarten gibt Peter Punzmann von der gleichnamigen Baumschule aus Menzelhof. Vor allem Pflanzen, die Trockenheit vertragen, eigneten sich dafür. Er empfiehlt einer Kundin eine Zwergazalee.

Clematis im Garten

Zur vollen Stunde referieren Experten im Gartenpavillion zu verschiedensten Themen. Dicht gedrängt sitzen die Zuhörer auf den Bänken, als Clematis-Spezialistin Irmgard Herian aus der Nähe von Dillingen Wissenswertes über die Pflege der blühenden Kletterpflanze erzählt. "Ein gute Clematis muss durchgewurzelt sein", rät die Fachfrau.

Alle, die noch ein Muttertagsgeschenk suchen, sind bei Birgitta Sperber aus Windischeschenbach richtig. Eine Tasse mit der Aufschrift "Beste Mami", gefüllt mit Rosen, Heidelbeerzweigen, Greentricks und Fontänengras - alles auf einen Schwamm gesteckt - kämen gut an. Was nützt die schönste Sonnenterrasse, wenn man sich ständig Holzspießchen in die Fußsohle tritt? Stefan Kraus von Holzmarkt Irlmühle aus Störnstein weiß Abhilfe: Die Barfußdiele aus WPC ist garantiert splitterfrei. Vor allem Familien mit Kindern wüssten das zu schätzen.

Das Angebot ist riesig. Wer alles sehen will, braucht Zeit. Viele genießen vor allem am Samstag den Sonnenschein zu den Klängen der Band "54 Idaho". Am Sonntag bleibt der Himmel grau, doch trotz vieler Wolken regnet es nur wenig, so dass Aussteller und Besucher einigermaßen trocken bleiben.

Verhungern und verdursten muss niemand. Zu Zoigl, Bratwürsten und Brotzeiten kredenzt Winzer Manfred Gruber aus Niederösterreich den Gästen verschiedene edle Tropfen. "Die Oberpfälzer sollen auch einmal unsere Weine kennenlernen", schmunzelt er.
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