Fasching geht in Flammen auf

Dieser Feuerzauber geht wahrscheinlich auf Heimatvertriebene zurück. Weit und breit sind die Luher die einzigen, die noch den Brauch des "Wastl"-Verbrennens hochhalten. Bild: mue

Mit ohrenbetäubendem Lärm und lautem Wehklagen begrub die Dorfjugend am Aschermittwoch den Fasching. Allerdings ist diese Bestattung eine der lustigeren Sorte.

Dieser Brauch, den "Wastl" zu verbrennen, existiert anscheinend nur noch in Luhe. Der "Wastl" ist eine mannshohe Strohpuppe, die bei Fackelschein mit lautem Jammern in einer Prozession durch den Markt getragen wird. Dabei schlägt die Trauergesellschaft kräftig auf Büchsen und Töpfe.

Am Marktplatz wird der "Wastl" vor vielen Schaulustigen aufgestellt und mit Fackeln angezündet. Der Lärm und das Klagen werden immer lauter. Vor allem für die Kinder ist das eine Gaudi. Man erzählt sich, dass dieser Brauch nach Kriegsende durch Heimatvertriebene nach Luhe kam.

Es fanden sich seitdem immer wieder junge Burschen, die diese Tradition nicht einschlafen ließen. Seit vielen Jahren kümmern sich Katholische Landjugend und Kolpingjugend nach dem Aschermittwochsgottesdienst um die Zeremonie.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.