Faschingsfreunde feierte bis in die späte Nacht
Schreckschüsse im Erdbeerfeld

Für den ersten Knaller sorgten die Reichenauer mit dem Ausspielen: Johannes Grötsch, Carola Winkler-Grötsch, Jakob Kals und Johannes Zeug (von rechts) sorgten für jede Menge Lachsalven. Bild: fjo

Unter der reichhaltigen Auswahl in Faschingszeit mauserte sich der "Landerer Ball" in Reichenau zum Topfavoriten. Alle Besucher waren von der fröhlichen Atmosphäre im Schützenhaus angetan.

Vom geballten Programm in der Nacht auf Sonntag an ideenreicher Unterhaltung waren die Gäste hin und weg. Feuerwehr und "Scharfschützen" hatten in wochenlanger Vorbereitung brillant vorgebaut. Hauptkassier Heinz Kunz überraschte alle Besucherinnen gleich am Eingang mit Rosen. CSU-Fraktionsvorsitzender Stefan Harrer stellte sich an der Theke für den Ausschank zur Verfügung.
Die Honoratioren fanden ihre Lieblingsplätze in der Gaststube mit freiem Blick auf das Geschehen, während das Jungvolk den Saal für sich ganz in Beschlag nahm. So ist es seit Jahrzehnten, und so war es auch heuer wieder.

Neu: Ausspielen

Etwas ganz Neues wagte eine kleine Schar, und das schlug ein wie eine Bombe. Was auf dem Moosbacher Marktplatz am Faschingsdienstag viele Freunde findet, hatten sie nun ebenfalls ausprobiert: das Ausspielen. Ein hiesiger Obstbauer, der nicht selbst in Erscheinung trat, musste mit ansehen, wie die Wildenten aus dem Dorfweiher ins angrenzende Erdbeerfeld marschierten und sich dort satt aßen. Johannes Grötsch schlüpfte in die Rolle der Enten, seine Ehefrau Carola Winkler-Grötsch trug das Kostüm einer Erdbeere.

Böller alle 15 Minuten

Eine vom örtliche Revierförster vorgeschlagene Umzäunung hatte nicht den gewünschten Erfolg: "Wildenten können ganz gut fliegen." Der erneut befragte Jäger besann sich seiner ureigensten Tätigkeit und riet nun zu Schreckschüssen. Angesichts des großen Schadens im Erdbeerfeld wollte der Obstbauer auf "Nummer sicher" gehen. Er besorgte sich eine Böllerkanone, dank Zeitschaltuhr knallte es im Dorf die ganze Nacht im Viertelstundentakt.

Das ging aber den Anwohnern in der zweiten Nacht zu weit und sie verständigten die Waidhauser Polizei (Johannes Zeug und Jakob Kals) . Die nachgespielte Szenerie erzeugte Brüller und Freudentränen im Saal. Noch lange beschäftigten sich die Gäste an den Tischreihen mit dem Thema, was immer wieder erneut fröhliche Gesichtsausdrücke nach sich zog. Zumal es sich zur wohldosierten Lautstärke der Musikanten "Fiede und Ritsch" wunderbar plaudern ließ. Hohes Lob erfuhren beide außerdem für ihre Musikauswahl.

Feuerwehrvorsitzender Hans-Jürgen Spitzner moderierte durch die lange Ballnacht. Er kündigte daher auch die Fußballer-Tanzshow um Lokalmatador Daniel Grötsch an. Abwechslungsreich und akrobatisch gab sich das Sextett, in dem auch junge Damen nicht fehlen durften. Turner-Abteilungsleiterin Daniela Roth hatte der Show eine fantasiereiche Choreographie verpasst und verfolgte den Auftritt mit großer Freude.

Im extra gebauten "Call Dirty"-Vehikel erschienen Franz Strobl junior, Christoph Schwarzmeier und Manfred Wild auf der Tanzfläche, begleitet von einem überbreiten Froschkostüm, hinter dem sich TSV-Vorsitzender Manfred Schneider verbarg. Er war am Ende der ersten tänzerischen Einlage auch das Ziel, und eifrig besprühte ihn das Quartett mit kaum enden wollenden Spaßschlangen aus Spraydosen.

Nur eine kurze Pause verging, und schon folgte der nächste Knüller. Nun stand der Hitklassiker "Thriller" im Mittelpunkt - mit Daniel Grötsch in der Hauptrolle. Aber in Begleitung derart hübscher Zwillingsschwestern (Anna und Theresa Hanauer) hatte ihn so noch nie jemand zuvor gesehen. Felix Uschold und weitere Aktive ergänzten - schaurig schön verpackt - diese nächste Runde.

Weiterer Höhepunkt

Weil aber die Ballbesucher bei weitem mehr wollten, gab es als Zugabe aus der "Rocky-Horror-Picture-Show" einen weiteren Höhepunkt. In der gemütlichen Bar feierten viele Faschingsfreunde noch weit in den Sonntagmorgen hinein.
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