Faschingszug auf Beine gestellt

Am Dienstag, 17. Februar, verwandelt sich Tiefenbach in eine Faschingshochburg. Der Zug mit rund 20 Wägen startet um 14 Uhr. Archiv: lpr

Jugendlicher Elan und erfahrene Routine - das ist die Mischung, aus denen der Faschingszug am Dienstag gemacht ist. Richtig gelesen, in diesem Jahr wird sich am 17. Februar wieder ein Gaudiwurm durch die Straßen schlängeln.

Zu verdanken hat dies das örtliche Narrenvolk vor allem drei jungen Damen: Steffi Kiesl, Manuela Balk und Simone Böhm. Sie haben bereits frühzeitig die Initiative ergriffen, dem Faschingszug wieder auf die Beine zu helfen. Mit Erfolg.

Notbremse gezogen

Haben sich doch die älteren Haudegen in Sachen Faschingsgaudi um Richard Wutz, Mich Böhm und Werner Reitinger nicht lange bitten lassen und sich sofort bereit erklärt, dem charmanten Trio wertvolle Tipps zu verraten, wie die Veranstaltung gelingen wird. Denn ein Erfolg war der Umzug in der Vergangenheit immer. Jedenfalls bis vor zwei Jahren. Da sank die Bereitschaft der Vereine, sich mit einer Gruppe oder einem Ausspielwagen einzureihen, rapide. Das Faschingskomitee zog daher zu Recht die Notbremse, sagte den Faschingszug ab, denn blamieren wollte man sich auf keinen Fall.

Jetzt, zwei Jahre später, sieht's anders aus. Rund 20 Gruppen haben sich bereits gemeldet, wollen dabei sein, wenn das Narrenvolk auf die Straßen geht. Erfreulicherweise ist wieder eine Abordnung aus der Nachbarstadt Rötz vertreten, ebenso eine aus Stadlern. Nicht nur Vereine haben sich angemeldet, auch privat organisierte Wägen (einer sogar aus Franken) und Fußgruppen sind mit von der Partie. Natürlich werden lokale Themen ausgespielt, aber auch die große Politik dürfte eine (Faschings-)Rolle spielen.

Jedenfalls sind die vielen Teilnehmer bereits mit großer Begeisterung dabei, ihr Thema entsprechend aufzuarbeiten. In Garagen und Schuppen wird an den Ausspielwägen fleißig gesägt, gehämmert und geschraubt, dazu basteln Kinder und Erwachsene an den Outfits. Ist doch der Tiefenbacher Faschingszug erfahrungsgemäß ein besonderes Ereignis für alle Generationen.

Aber auch die Besucher werden auf ihre Kosten kommen. Sie dürfen sich zum einen auf einen abwechslungsreichen, phantasievollen Gaudiwurm freuen, zum anderen über Süßigkeiten und andere Naschereien, die in großen Mengen unters Volk geworfen werden. Hunger und Durst müssen die Faschingsfreunde ebenfalls nicht leiden. Für das leibliche Wohl ist reichlich gesorgt, auch bei der sich anschließenden Faschingsparty beim Sportheim. Dort klingt der große Narrentreff im beheizten Anbau aus.

Etwas aufgeregt

"Wir sind ziemlich aufgeregt und freuen uns total", fiebern die jungen Ladys vom Faschingskomitee dem 17. Februar entgegen. Sie hoffen, dass an diesem Tag möglichst viele Besucher nach Tiefenbach kommen und somit die aufwendigen Vorbereitungsarbeiten belohnt werden. Start des Faschingszugs ist um 14 Uhr.
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