Fast 100 Schneetage

Auch wenn auf der Silberhütte noch Schnee liegt, die Wintersportsaison ist zu Ende. Jetzt kommen die Wanderer und Spaziergänger, die auf den Rabenberg hinaufsteigen oder in Richtung Mühle Gehenhammer marschieren. Bild: Popp

Noch liegt Schnee am Fuß des Entenbühls, die schmalen Brettln schnallt im Skilanglaufzentrum Silberhütte aber niemand mehr an. Die Saison 2014/15 ist beendet. Rudi Pannrucker, Vorsitzender des Förderkreises, blickt auf Monate zurück, die den Sportlern viel Freude bereiteten.

Silberhütte. (nm) Etwas zäh lief es heuer schon an. Im Dezember hatten deshalb die Schneekanonen viel zu tun. Sie schufen eine kompakte und für den anschließenden Betrieb unverzichtbare Unterlage. Zu Weihnachten ging es endlich richtig los, auch wenn zeitweise nur die Zwei-Kilometer-Runde zur Verfügung stand. Bis weit in den März hinein kamen fast 100 Schneetage zusammen. Pannrucker: "Es ist ein guter Wert. Unsere als schneesicher geltende Anlage bestätigte wieder einmal den hervorragenden Ruf."

Überregional bekannt

Der wurde eindrucksvoll vor wenigen Wochen unter Beweis gestellt. Aus ganz Deutschland reisten die Teilnehmer zu zwei Tagen mit Rennen um den sechsten Jugendcup/Deutschlandpokal des Deutschen Skiverbandes an. Als Austragungsort war ursprünglich Hirschau vorgesehen. Dort reichte die Schneeauflage nicht. Große Ereignisse hatte es zuvor schon mit dem Bayerisch-Böhmischen Volksskilauf und mit den Bayerisch-Böhmischen Winterspielen der Schulen gegeben. Genau lässt sich die Zahl nicht beziffern, insgesamt drehten auf der Silberhütte zwischen 25 000 und 30 000 Sportler ihre Runden in dem Loipennetz und auf den Skatingstrecken. Pannrucker berichtet von einem hohen Grad an Zufriedenheit. "Den Leuten gefällt es bei uns. Sie sind rundum glücklich über die Bedingungen. Lob gilt vor allem dem Pflegezustand der Anlage. Dahinter steckt allerdings enormer Aufwand."

Ohne technischen Leiter Alexander Klettner hätte sich das nicht erreichen lassen. Der Vorsitzende vergaß aber auch nicht die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer: "Einen vernünftigen Betrieb kann es nur mit deren Engagement geben. In dem Bereich werden wir uns aber noch etwas besser aufstellen müssen. Es geht darum, die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen." Wie sehr die Frauen und Männer bislang eingespannt waren, führte Pannrucker am Beispiel des Skiverleihs vor Augen. Dort herrschte fast ständig Hochbetrieb.

Funktionshaus kommt an

Das neue Funktionsgebäude hat den Härtetest glänzend bestanden. Der Trakt stand 2014/15 erstmals zur Verfügung und wurde intensiv genutzt. "Den Leuten gefällt es, ausreichend Platz zum Umziehen zu haben, sich nach dem Sport im Warmen ausruhen zu können und Entspannung zu finden." All das ist für Pannrucker - mit ihm stehen Frank Kiener, Manfred Gleißner und Alfred Schöberl an der Spitze des Förderkreises - Ansporn.

Angewiesen ist die Gemeinschaft auf die Beiträge der Mitglieder und auf Sponsoren. Eine wichtige Einnahmequelle sind die Parkgebühren dar: "Der Akzeptanzgrad ist erfreulich. Die Sportler wissen, dass es ohne finanzielle Basis nicht möglich ist, einen solchen Service anzubieten." Ersparen lässt sich die Gebühr mit einer Mitgliedschaft im Förderkreis.

"Neuer Tag" als Sponsor

Unterstützung kommt unter anderem vom Medienhaus "Der neue Tag" mit dem Betrieb des Schneetelefons und mit einem 500-Euro-Zuschuss. Und zu tun gibt es nicht nur während der Schneetage. Die Erdarbeiten für die künftige Biathlonanlage sind bereits geschafft. Bis Juni soll auch die technische Ausstattung komplett sein.
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