Fast so schnell wie Licht

Gute Nachrichten für alle Kemnather: Mit der Unterzeichnung des Vertrages zwischen der Stadt und der Telekom Deutschland GmbH fiel am Donnerstag der Startschuss für den Breitbandausbau im Gemeindegebiet.

Kemnath. (sib) Das Unternehmen hatte als einziger Bieter nach der Ausschreibung den Zuschlag erhalten. "Die Telekom ist für uns eine konservative Lösung, aber im positiven Sinn: Da weiß man, was man hat", erklärte Bürgermeister Werner Nickl. Insgesamt investiert sie in Kemnath rund 923 000 Euro in den Ausbau breitbandiger Internetanschlüsse. Die Ortsteile Löschwitz, Kaibitz, Senkendorf, Höflas (mit Verbesserungen am Bahnhof Kemnath/Neustadt und Reisach), Oberndorf, Kötzersdorf/Haunritz, Berndorf, Kemnath (Am Galgen), Eisersdorf, das Neubaugebiet "Eisersdorfer Au", Kuchenreuth (mit Verbesserungen für Schwabeneggaten), Atzmannsberg, Schweißenreuth, Guttenberg sowie Hopfau (mit Verbesserungen für Bingarten und Zwergau) werden mit Bandbreiten von 30 000 bis 50 000 Kilobit pro Sekunde erschlossen.

Nickl freut sich besonders über die Erschließung des kompletten Industriegebiets "Kemnath West II" und des Hammergrabens mit Glasfaseranschlüssen mit einer Bandbreite von bis zu 200 000 Kilobit pro Sekunde. "Im Bereich Industrie ist die Glasfaser Zukunft. Diese Maßnahme sichert und schafft Arbeitsplätze. Eine gute Breitbandanbindung ist heutzutage ein wichtiger Standortfaktor."

Günstige Vollversorgung

Breitbandpate Josef Lingl, der für die Organisation des Ausbaus zuständig ist, dankte für die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und beauftragtem Ingenieurbüro, Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung sowie der Stadt Erbendorf. "Einige Kemnather Ortsteile haben dieselbe Vorwahl wie Erbendorf. "Durch gute interkommunale Zusammenarbeit haben wir es geschafft, eine kostengünstige Vollversorgung des gesamten Gemeindegebiets zu ermöglichen." Dadurch stünden Kemnath für weitere Erschließungsmaßnahmen Fördermittel von über 250 000 Euro zur Verfügung.

Laut dem Verantwortlichen für den Breitbandausbau der Telekom, Christoph Bernik, steigt das Unternehmen nun unverzüglich in die Feinplanung ein. "In der Regel vergehen zwischen Vertragsabschluss und der Inbetriebnahme der Anschlüsse etwa 12 Monate." Sobald alle Kabel verlegt und die Multifunktionsgehäuse aufgestellt seien, erfolge der Anschluss an das Telekom-Netz.

Sekt in einem Jahr

"In einem Jahr sehen wir uns dann hoffentlich bei der Inbetriebnahme wieder. Ich mit einer Flasche Sekt und Herr Bernik mit dem roten Knopf", lachte der Bürgermeister.
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