Faszinierender Feuerzauber

Für den Auftritt von "Ultima Lux" aus Vilseck beim Christkindlmarkt musste es erst dunkel werden. Vor dem Christbaum auf dem Marienplatz bekamen die Erwachsenen und vor allem die Kinder und Jugendlichen dann aber große Augen angesichts der heißen Show. Bilder: rn (3)

Dämpften am Nachmittag noch Regentropfen die vorweihnachtliche Atmosphäre, so änderte sich dies mit Beginn der Dämmerung schlagartig: Die Zeit der Regenschirme war vorbei. Der Christkindlmarkt des Gewerbevereins bescherte den Besuchern einen stimmungsvollen Lichterzauber.

Zum zehnten Mal bewies die Veranstaltung ihre Anziehungskraft und lockte zahlreiche Besucher - darunter in hohem Maße amerikanische Familien - auf den Marienplatz. Der Duft von heißen Mandeln, Bratwürsten, Wienern, Glühwein, Kaffee, Weihnachtsgebäck, Pizzen und deftiger Suppe regte die Sinne an.

In eine andere Welt tauchten die Jüngsten ein, hoch zu Ross auf den Ponys "Hexe", "Madonna" und "Allanah". Kutschfahrten waren beliebter Ersatz für die mangels Schnee ausgefallenen Schlittenfahrten. Und auf dem Karussell schwebten die Mädchen und Buben gedanklich dem Christkind entgegen.

"Wärmetropfen" als Dank

Dieses hatte in Begleitung einer Schar kleiner Engel mit einem Prolog von der Rathaustreppe aus den Markt offiziell eröffnet (wir berichteten). Marita Gradl, die Vorsitzende des Gewerbevereins, dankte Bürgermeister, Bauhof, Stadtverband und Sparkasse für die Unterstützung. Bürgermeister Peter Lehr wiederum bedankte sich mit der Übergabe von "Wärmetropfen" bei Gradl für ihre Leistungen im Vorfeld des Christkindlmarktes.

Dieter Kies, Vorsitzender des Stadtverbandes, sprach von einer beachtenswerten Vielfalt der Stände, auch im handwerklichen Bereich. "Die Gaumen- und die Herzensfreuden werden nicht zu kurz kommen", zeigte er sich überzeugt. Pfarrer Thomas Jeschner ging auf den dritten Adventssonntag "Gaudete" ein, den Sonntag der Vorfreude. Sein Wunsch war es, dass die Besucher gespannte Erwartung auf Weihnachten mitnehmen.

Kein Christkindlmarkt ohne Programm: Als Mitgestalter wirkten Stadtkapelle, Musikschule, die Musikanten der US-Mittelschule Netzaberg, die Eschenbacher Bläsergruppe und der Kinderchor mit. Die Zuhörer belohnten die Auftritte stets mit kräftigem Applaus. Dicht gedrängt erwarteten die jüngsten Besucher den Einzug von Sankt Nikolaus. Seine beiden finsteren Begleiter hatten keinen Anlass, um tätig zu werden. Der Heilige verteilte sanfte Worte und Süßigkeiten.

Optischer Höhepunkt des Marktes war der flammende Auftritt von "Ultima Lux" aus Vilseck. Einzeln und in Gruppen zeigten die gegen Hitze wie Kälte unempfindlichen Akteure einen faszinierenden Feuerzauber. Nicht nur die Kinder bekamen dabei große Augen. Zum Schluss des Auftritts warnte der Leiter der Gruppe nachdrücklich vor jeglichen Nachahmungsversuchen.

Das offizielle Ende erklärten die Nachtwächter Willi Trummer und Andreas Karl mit Gesang und Hornklängen: "Hört, ihr Leut', und lasst euch sagen, uns're Uhr hat sieben geschlagen." An den Glühweinständen war erst viel später Feierabend.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.