Faustdicke Überraschung

Co-Kapitän Michael Ringer lieferte ein super Spiel ab und stoppte durch seine aggressive Verteidigung den Spielmacher der Gäste, Benedikt Weber, weitgehend. Bild: af

Damit hatte niemand gerechnet. Aber die Coocoon Baskets Weiden erwischten einen guten Tag und ließen in der eigenen Halle den bisherigen Spitzenreiter DJK Schweinfurt alt aussehen.

Weiden. (pta) Mit einer hervorragenden Mannschaftsleistung gelang den Coocoon Baskets Weiden eine faustdicke Überraschung in der Bayernliga Nord. Mit 104:90 besiegten die Weidener Basketballer den bisherigen Tabellenführer DJK Schweinfurt und schafften so wieder den Anschluss an das Tabellenmittelfeld (7.).

"Ich bin stolz auf die Jungs. Wir haben heute als Team sehr gut zusammengearbeitet", lobte Trainer Marco Campitelli nach dem Spiel seine Mannschaft, in der Neuzugang Melvern Allen-Peart mit 36 Punkten zum Topscorer avancierte. Dabei sah es vor der Begegnung alles andere als gut aus für die Coocoons, die zwar wieder auf Michael Ringer zurückgreifen konnten, aber mit Jan Selinger und Radek Jezek auf zwei absolute Leistungsträger berufsbedingt verzichten mussten.

Unter dem Korb offenbarten die Coocoons so zunächst auch einige Schwächen, die von den schnell agierenden Schweinfurtern ausgenutzt wurden. Vladimir Krysl mit zwei erfolgreichen Dreiern und ein gut aufgelegter Ron Merriwether (insgesamt 20 Punkte) hielten jedoch die Coocoons von außen im Spiel und verschafften den Hausherren sogar eine 26:25-Führung zum Ende des ersten Viertels. Ausgeglichen blieb es auch bis zur Halbzeitpause zum Stand von 48:48.

Im dritten Abschnitt kämpften sich die Weidener immer besser in die Partie und schafften es nun, vor allem beim Rebound zu dominieren. Neben dem unermüdlich defensiv arbeitenden Kapitän Sergey Hacksteder war es vor allem der US-Amerikaner Melvern Allen-Peart, der von den Gästen aus Unterfranken kaum zu stoppen war. Er traf nicht nur aus allen Lagen, sondern verschaffte den Coocoons immer wieder durch Offensivrebounds zweite Wurfchancen, so dass sich langsam das Spiel zugunsten der Weidener drehte (78:63 am Ende des dritten Abschnitts).

"Jetzt nicht nachlassen", forderte Campitelli sein Team vor dem Schlussabschnitt auf. Und vor allem Co-Kapitän Michael Ringer nahm sich das zu Herzen und stoppte durch aggressive Verteidigung den bis dahin überragenden Spielmacher der Gäste, Benedikt Weber, weitgehend, so dass Schweinfurt nicht mehr kontrollierte Angriffe spielen konnte. Weiden blieb hingegen hellwach, spielte klug die Zeit herunter und landete am Ende einen verdienten 104:90-Sieg.
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