Favoriten Niederlage verpasst

HSG-Spielerin Teresa Fröhlich (Mitte) setzt zum Wurf an. Sie steuerte drei Treffer zum 30:27-Sieg gegen die HG Ingolstadt bei. Bild: Baehnisch

Der Gegner hat viel vor. Nicht nur vorne mitspielen, will die HG Ingolstadt in der Landesliga Nord - sondern aufsteigen. Aber die HSG-Handballdamen schicken den Favoriten mit einer Niederlage heim.

Spannung pur boten die Damen der HSG Nabburg-Schwarzenfeld am Samstag den Zuschauern im Sportpark Schwarzenfeld. Am Ende aber stand ein 30:27-Sieg gegen den Favoriten HG Ingolstadt.

Nachdem die Damen von Trainer Wolfgang Völkl das Auftaktspiel vergangenes Wochenende verloren hatten, hatten sie sich für das Heimspiel einiges vorgenommen. Und das gegen einen Gegner, der ganz vorne in der Liga mitspielen will. Die Begegnung begann auf beiden Seiten eher verhalten. Die Völkl-Schützlinge starteten mit einer 5:1-Abwehrformation, um das druckvolle Spiel der Gäste zu unterbinden. Dies gelang jedoch nicht und immer wieder konnte sich die dynamische Rückraumachse Pöschmann/Günther sehr gut in Szene setzen.

Bis zum Spielstand von 5:4 für die Ingolstädterinnen musste die HSG immer einem Rückstand hinterherlaufen. Eine Abwehrumstellung auf die 6:0-Variante zeigte jedoch Wirkung. Das Angriffsspiel der Oberbayern wurde unterbunden. "Das war schon beeindruckend, wie die Mädels in dieser Situation gearbeitet haben", sagte Völkl. Seine Mannschaft zog das Tempo weiter an und die daraus resultierenden Ballgewinne wurden in Tore verwandelt. Nach 15 Minuten stand 15:8 für die Oberpfälzerinnen.

Dann folgte ein Schock für die HSG-Damen. Ramona Völkl-Simbeck verletzte sich bei einer Angriffsaktion und stand für den Rest der Partie nicht mehr zur Verfügung. Das Spiel der Völkl-Schützlinge geriet ins Stocken. Der komfortable Vorsprung schmolz bis zur Halbzeit auf 18:14

Die HG Ingolstadt kam mit viel Schwung aus der Kabine. Immer wieder war die dynamische Melanie Pöschmann Dreh und Angelpunkt. Die HSG-Damen hielten gut dagegen und konnten sich nach einer kritischen Phase erneut absetzen. Aber nach dem 19:16-Zwischenstand schnupperten die Gäste aus Ingolstadt beim 21:20 am Ausgleich. Es folgten Ballgewinne aus der Abwehr und blitzschnelle Gegenstöße zum 25:21 (45.) für die HSG.

Die Gäste gaben sich jedoch nicht geschlagen. Immer wieder fanden sie Lücken für ihre Kreisläuferin, so dass es in der Endphase dieser Begegnung nur noch 26:24 für den Gastgeber hieß. 90 Sekunden vor Spielende hatte die HG Ingolstadt beim 29:27 Ballbesitz. Die HSG-Abwehr, einschließlich Torfrau Theresa Weiherer standen aber sehr gut. Die Damen von Trainer Wolfgang Völkl erkämpften sich den Ball und schafften bei einer sehr offenen Gästeabwehr das viel umjubelte 30:27-Siegtor.

Fazit von Wolfgang Völkl: "Wir haben an die gute Leistung der letzten Woche angeknüpft und das Spiel gegen den Favoriten voll angenommen. Es waren ein paar Schwächephasen dabei. Das ist mir aber auch völlig klar in unserer Situation. Wichtig war, dass wir Tempo gegangen sind und 60 Minuten lang die Richtung vorgegeben haben."

HSG-Torschützen: Nathalie Fleischmann 8/3; Anna Kovarikova 6/3; Julia Fischer 5; Ramona Völkl-Simbeck 4; Teresa Fröhlich und Carina Czichon je 3; Verena Luley 1
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.