FC Amberg steigert sich nach der Pause und schlägt Jahn Forchheim mit 2:0
Zunächst passiv, dann klar besser

Tobias Wiesner erzielte den zweiten Amberger Treffer. Bild: ref
Amberg. Über weite Strecken war es nicht das erwartete Topspiel. Doch am Ende zählte nur das Ergebnis. Der FC Amberg besiegte den Tabellenvierten Jahn Forchheim mit 2:0 und fährt nun als Tabellenzweiter zum Gipfeltreffen der Fußball-Bayernliga Nord nach Weiden.

"Wir waren in der ersten Hälfte zu passiv, in der zweiten waren wir mutiger und haben uns den Sieg deshalb auch verdient", meinte Ambergs Trainer Timo Rost. Sein Gegenüber auf Forchheimer Seite, Michael Hutzler, sah das ähnlich: "Das geht in Ordnung, dass wir hier verlieren. Die erste Halbzeit waren wir spielerisch besser, aber der FC ist in dieser Saison reifer als in den Vorjahren."

Der FC fand zu Beginn nicht ins Spiel und zeigte ungewohnte Schwächen im Aufbau und der Spieleröffnung. Etwas Zählbares sprang für die Gäste aber nicht heraus, bei den Versuchen von Thomas Roas (6.), Mergim Bajrami (11.) und Maximilian Göbhardt (29.) fehlten entweder die Konzentration, oder eben ein paar Zentimeter.

Von Amberg war nicht viel zu sehen, lediglich Michael Plänitz sorgte mit einem Kopfball für größere Gefahr (28.), der Ball landete aber auf und nicht im Netz - und so ging es torlos in die Pause. Aus der kehrte der FC aber furios zurück. Nach einer Ecke von Kai Hempel schraubte sich Frank Lincke höher als sein Gegenspieler, der Forchheimer Torhüter Rüdiger Beck konnte nur abklatschen und Benjamin Werner staubte mit seinem neunten Saisontor zum 1:0 (49.) ab.

Die Gäste stellten darauf etwas um und wurden noch offensiver - das Tor machte aber erneut der FC. Ausgangspunkt war erneut ein Eckball: Diesmal ließ Beck einen Schuss von Werner nur abprallen und Tobias Wiesner donnerte den zweiten Versuch aus gut zehn Metern ins Tor (70.). Spätestens nach dem Platzverweis für Forchheims Maximilian Göbhardt (nach grobem Foulspiel an Wiesner) nur eine gute Minute nach dem 2:0 schien das Spiel endgültig gelaufen zu sein.

Das war es aber nur bedingt, denn die Gäste hatten durch Adem Selmani mit einem Weitschuss (77.) und Thomas Roas mit einem Freistoß aus gut 35 Metern (84.) auch in Unterzahl noch gute Möglichkeiten. Zumindest ein Tor hätten die Oberfranken machen müssen, Dominik Zametzer brachte aber das Kunststück fertig, den Ball aber aus drei Metern über das Tor zu bugsieren (88.). So blieb es beim 2:0, auch weil der FC seine Kontermöglichkeiten nicht konsequent zu Ende spielte. Dass dieser Sieg aber dennoch verdient war, lag an der Leistungssteigerung nach der Pause. Die war, so der Amberger Trainer, "einer Spitzenmannschaft würdig". Im Gegensatz zu Rost ärgerte sich Gästetrainer Michael Hutzler schon etwas: Über zwei Gegentore nach Standards - und über den Platzverweis: "Die Rote Karte muss man nicht geben, das war zu hart."

Dem FC Amberg kann's egal sein. Er ist weiterhin Tabellenzweiter mit zwei Punkten Rückstand auf die SpVgg SV Weiden. Das erste Topspiel ist also gewonnen und das nächste steht schon vor der Tür. Am kommenden Samstag, 21. März, geht es zum Tabellenführer nach Weiden.
Weitere Beiträge zu den Themen: SpVgg (24098)März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.