FC Rieden in bestem Licht

Da geht den Fußballern ein Licht auf: Der FC Rieden nimmt am Samstag sein neues LED-Flutlicht offiziell in Betrieb. Die Anlage ist dimmbar, passt sich selbst den aktuellen Lichtverhältnissen an und kann auch so eingestellt werden, dass nur jeweils eine Hälfte des Trainingsplatzes beleuchtet ist. Bild: Huber

Der FC Rieden spielt zwar nur in der Kreisklasse. Doch bei der Ausstattung des Vereinsgeländes rangiert er mindestens in der Bayernliga. Am Samstag nimmt der Club sein neues Flutlicht in Betrieb - es ist die erste LED-Anlage Bayerns im Amateurbereich.

Die Riedener Fußballer präsentieren sich künftig im besten Licht: Wenn sie auf dem B-Platz am Vilsufer zum Training auflaufen, dann machen 30 LED-Strahler die Nacht zum Tag. Die neue Lichtanlage ist drei mal so hell wie die alte, verbraucht aber rund ein Viertel weniger an Energie. "Das ist eine vernünftige Sache", lobt Bürgermeister Erwin Geitner die Verantwortlichen des Sportvereins. "Das zeigt, dass der Vorstand an die Zukunft denkt."

Für Preise beworben

Rund 25 000 Euro hat das neue Flutlicht gekostet. Ein Batzen Geld, den nicht jeder Verein stemmen kann. Doch Vorsitzender Hans Fischer und sein Team haben sämtliche Quellen angezapft: Für jeweils etwa ein Viertel der Kosten kommen die Gemeinde, der Bayerische Landessportverband (BLSV), der Förderkreis und private Unterstützer auf. Etliche FC-Mitglieder stellten dem Verein zinslose Darlehen zur Verfügung. "Wenn alle zusammenhelfen, geht das", resümiert Fischer, dem das Thema Nachhaltigkeit schon immer am Herzen liegt. Besonders im Bereich der Energieversorgung gilt der FC Rieden als Vorzeigeverein.

Seit 2014 wird das Sportheim mit Hackschnitzeln geheizt, seit 2009 speist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach das alten Vereinsheimes Strom ins Netz ein und die Bewässerung des Fußballrasens erfolgt umweltschonend aus einem bodennahen Reservoir. Der 855 Mitglieder starke Sportverein ist nun im Rennen um drei Auszeichnungen: den Energieeffizienz-Preis des BLSV, den Agenda-21-Preis des Landkreises Amberg-Sulzbach und den Nachhaltigkeitspreis des Bayernwerks. Der Austausch der Flutlichtanlage hat den Vorstand in den vergangenen Wochen ganz schön gefordert.

Nicht nur die Strahler auf dem Platz wurden ausgewechselt, sondern auch die Lampen im Sportheim. Das Gesamtpaket gab es für relativ günstige 25 000 Euro auch deswegen, weil das Vorhaben ein Pilotprojekt für die ausführende Firma "LED2B" aus Amberg war. Firmenchef Robert Weinberg stand den Riedenern bei der Umsetzung mit Rat und Tat zur Seite

Bei allen Entscheidungen war die auch achtköpfige Junior-Vorstandschaft mit im Boot. "Ebenfalls ein Zukunftsprojekt", wie Vereinschef Fischer betont. Die Jugendlichen, die heute schon mitreden, sollen den Verein später einmal führen.
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