FC will zurück in die Erfolgsspur

Vier oberfränkische Vereine bestimmen das Geschehen in der Kreisliga Süd. Logisch, dass sich in der Spitzenpartie die SpVgg 13 Selb (4./26 Punkte) und Herbstmeister TSV Thiersheim (1./36) gegenüberstehen. Die Vereine aus dem Stiftland stehen im Tabellenmittelfeld oder sind in den Abstiegskampf verwickelt.

Tirschenreuth. (kap) Für Schlusslicht ATSV Tirschenreuth (16./7) spitzt sich die Lage dramatisch zu. Nur ein Sieg über Mitkonkurrent TSV Waldershof (11./17) hält den Funken Hoffnung auf Klassenerhalt am Glimmen. In einer prekären Lage befinden sich auch der FC Lorenzreuth (13./12) und der SV Steinmühle (12./14), die am Samstag aufeinandertreffen. Findet der FC Tirschenreuth (5./24) wieder in die Erfolgsspur zurück? Die Frage beantwortet das Team gegen vier Mal in Folge siegreichen TSV Konnersreuth (9./18).

FC Lorenzreuth       Sa. 15.00       SV Steinmühle
Nach zehn sieglosen Spielen platzte in Tirschenreuth endlich der Knoten. Die Erleichterung war den Spielern sichtlich anzusehen, aber die Lage bleibt weiter angespannt. In den nächsten beiden Abstiegsduellen gegen Steinmühle und Waldershof will Trainer Fabian Leeb unbedingt nachlegen. "Ich will mit den Gästen die Plätze tauschen und den Relegationsrang verlassen. Am letzten Hinrundenspieltag ist es endlich Zeit für den ersten Heimsieg." Gerne erinnert sich Kollege Thorsten Meier an die vergangene Saison. "Beim 3:1-Sieg lieferte meine Mannschaft eine ihrer besten Saisonleistungen ab", erinnert sich Meier. So einfach wird es wohl nicht mehr werden. "Beide Mannschaften stehen mit dem Rücken zur Wand. Dementsprechend wird es zur Sache gehen." Am Kader ändert sich nichts.

SpVgg Selb 13       Sa. 16.00       TSV Thiersheim
Gegen den Tabellenführer gibt sich SpVgg-Trainer Stefan Rogler keinen Illusionen hin. Erneut fallen sechs Akteure aus. "Alles andere als eine Niederlage wäre eine Überraschung", sieht Rogler nur wenig Erfolgschancen. "Das ziehen wir durch", verkündet TSV-Vorsitzender Karl-Peter Mötsch vollmundig. "Es läuft bestens und wir lassen uns auch nicht in Selb nicht stoppen. Mein Ziel ist ein Sieg." Personalsorgen gibt es bei den Gästen keine.

SC Mähring       So. 14.00       FC Rehau
Trotz einer engagierten Leistung verlor der Sportclub mit 3:4 in Selb-Plößberg. Trainer Pavel Plecity glaubt fast, dass sein Team Angst vor dem Gewinnen habe. Gegen den Bezirksliga-Absteiger soll sich laut SC-Spielleiter Stefan Schneider die Mannschaft auf ihre alten Tugenden konzentrieren. "Nur über den Kampf besitzen wir eine reelle Erfolgschance", weiß Schneider. Pavel Suda ist verletzt, dafür kehrt Dominik Beer aus dem Urlaub zurück. Nur vom Hörensagen weiß FC-Coach Ralf Bröcker, was ihn an der Grenze erwartet. "Hacke, Spitze soll dort nicht reichen. Deshalb nehmen wir den Kampf an."

SpVgg Wiesau       So. 14.00       FSV Tirschenreuth
SpVgg-Trainer Markus Pappenberger wollte seinem Team nach der 1:2- Niederlage in Konnersreuth keinen Vorwurf machen. Den Grund sieht er in der katastrophalen Chancenverwertung. "Die Mannschaft hat sich dadurch um den verdienten Lohn gebracht." Gegen den FSV will er eine Reaktion sehen. Für ihn sei ein Heimsieg absolute Pflicht. Die Personallage bessert sich zusehends. Nach zwei Siegen wurden die Gäste gegen Lorenzreuth auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. "Nur 20 Minuten guter Fußball reicht eben nicht." Von der zweiten Hälfte war Trainer Jürgen Ströll schwer enttäuscht. "So dürfen wir uns in Wiesau nicht präsentieren." Mit Torwart Tomas Buric, Matthias Prandl und Martin Orsel fallen drei Leistungsträger aus. Deshalb sinken die Erfolgschancen.

VfB Arzberg       So. 15.00       SF Kondrau
Nach der fußballerischen Lehrstunde gegen Thiersheim gilt es, wieder nach vorne zu schauen. Gegen die sich im Aufwind befindenden Gäste zählt für die Heimelf nur ein Sieg, um nicht weiter abzurutschen. Bis auf die Langzeitverletzten sind alle Mann an Bord. Gespielt wird auf dem ungeliebten Hartplatz. Dank eines Zwischenspurts mit drei Siegen und einem Remis haben sich die Gäste im Mittelfeld etabliert. Dort wollen sie bleiben und streben wenigstens eine Punkteteilung an. Bis auf den privat verhinderten Heiko Zeus steht Trainer Jürgen Schmidkonz das zuletzt erfolgreiche Team zur Verfügung.

FC Tirschenreuth       So. 16.00       TSV Konnersreuth
Durch zwei Niederlagen und einem Remis musste die Heimelf den Kontakt zur Spitze abreißen lassen. "Zur Zeit läuft es nicht rund", sagt FC-Spielleiter Thomas Schramm. "Mangelhafte Chancenverwertung und eigene Fehler, die sofort bestraft werden, kommen noch dazu." Nun ist es für Schramm an der Zeit, in die Erfolgsspur zurückzukommen. "Den zweiten Tabellenplatz haben wir noch immer im Visier." Hinter dem Einsatz einiger Spieler steht ein Fragezeichen. Für Gästespielleiter Christian Werner ist die Heimelf ein ähnliches Kaliber wie zuletzt die SpVgg Wiesau. Mit vier aufeinanderfolgenden Siegen im Rücken strotzt sein Team vor Selbstvertrauen. "Wir rechnen uns schon etwas aus", gesteht Werner. Es gibt keinen Grund, das erfolgreiche Team zu verändern.

ATSV Tirschenreuth       So. 16.00       TSV Waldershof
Der letzte Sieg gelang dem ATSV am 16. August. Seitdem ging es für die Hausherren stetig bergab. Sechs Niederlagen und drei Remis beförderten sie ans Tabellenende. "Irgendwie müssen wir jetzt die Kurve kratzen", fordert der nicht zu beneidende Trainer Markus Schaumberger. Den Grund für die Misere sieht er ganz klar in der mangelhaften Chancenverwertung. Für personelle Konsequenzen sind ihm die Hände gebunden. Eine desolate Leistung bescheinigte Kollege Markus Kremser seiner Truppe beim 1:6 gegen den SV Mitterteich II. "Nun will ich eine Trotzreaktion sehen. Die Mannschaft muss endlich einmal wieder ihre wahren Stärken, nämlich Teamgeist und Kampf, zeigen." Fraglich sind Höfer und Riedl.

SV Mitterteich II       So. 16.00       TV Selb-Plößberg
Trotz zweier Siege in Folge verschwendet SV-Coach Sascha Haberkorn keine Gedanken an die Plätze ganz oben. "Wir müssen uns jetzt erst einmal stabilisieren und Konstanz in unser Spiel bringen. Zur Winterpause schauen wir weiter, ob noch etwas geht." Gegen die Oberfranken setzt Haberkorn erneut auf die Heimstärke. Die Anfangsformation hängt wie immer von der "Ersten" ab. Einige angeschlagen Akteure beklagt Kollege Birol Yilmaz. Dennoch will er in Mitterteich gewinnen, um dem Führungsduo auf den Fersen zu bleiben.
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