FEB Amberg unterliegt Lorsch - "Köpfe hingen zu schnell"
Kein echtes Aufbäumen

Eine durchaus einkalkulierte, aber erst am Ende klare 2:6-Niederlage setzte es für FEB Amberg beim Gastspiel in Lorsch. Damit rutschten die Oberpfälzer ins Tabellenmittelfeld der Kegel-Bundesliga zurück, verteidigten aber ihren Sechs-Punkte-Vorsprung auf die gefährdeten Plätze.

Amberg erwischte einen fulminanten Start. Rainer Sattich und Jürgen Zeitler katapultierten sich mit wenigen Würfen deutlich in Front und übten enormen Druck auf Andreas Dietz und Thorsten Gutschalk aus. Während Sattich im ersten Satz durchziehen konnte, riss bei Zeitler nach 20 Wurf komplett der Faden.

In der zweiten Hälfte aber schlug der Amberger zurück und holte in einem mitreißenden Duell mit 640:632 noch den Punkt für Amberg. Sattich hingegen konnte kein Kapital aus seiner deutlichen Führung schlagen. Zwar zehrte er vom Vorsprung, verlor aber die drei Folgesätze knapp. Mit 1:3 (609:593) ging der Zähler an Dietz.

In der Mittelpaarung stand Andreas Schwaiger gegen einen überragenden Jochen Steinhauer auf verlorenem Posten. Der Amberger machte seine Sache dennoch solide und konnte beim 1:3 (608:667) zumindest den Schaden ein wenig in Grenzen halten. Auf der anderen Seite wechselten bei Wolfgang Häckl Höhen und Tiefen. Gegen Ralph Müller holte er sich einen 2:2 (592:552)-Arbeitssieg.

Die Partie war bei einem Zwischenstand von 2:2 und nahezu Kegel-Gleichstand völlig offen. Doch anders als in der Vorwoche drückten Daniel Beier und Bernd Klein dem Spiel ihren Stempel nicht auf. Im ersten Satz gelang es noch, gegen Holger Walter und Jurek Osinski gegenzuhalten, doch im zweiten zogen die Hausherren davon und die Vorentscheidung schien gefallen. Dies bestätigte sich auf der folgenden Bahn, als kein echtes Aufbäumen der Amberger kam. Am Ende unterlagen Klein mit 0:4 (567:636) und Daniel Beier mit 1:3 (591:611).

Die Gesamtzahl von 3607:3691 war für ein Auswärtsspiel in Ordnung und FEB schnupperte eine Zeit lang an einer Überraschung. Doch Trainer Gerhard Sattich kritisierte sein Team dennoch. "Die Köpfe hingen am Ende zu schnell. Das haben wir ihnen zu leicht gemacht", fehlte ihm ein wenig die konsequente Gegenwehr. Dennoch liegen die Amberger weiter absolut im Soll. Das ist umso wichtiger, da am kommenden Wochenende der Branchenprimus Zerbst seine Aufwartung in Amberg macht.
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