Feier zum "Hammricher Frauentag" und zum 125. Jubiläum des Soldaten- und Kameradschaftsvereins
Tradition und "Hausaufgaben"

Amelie trägt den geweihten Kräuterstrauß nach Hause. 14 verschiedene Kräuter hat sie gezählt. Die Zahl sollte nach altem Brauch durch die biblische Zahl sieben teilbar sein. Bild: gis
Das Wetter am "Hammricher Frauentag" hielt, was es versprochen hatte: Erst, als alle Besucher beim "Bayerischen Abend" mit den Speichersdorfer Musikanten in der Festhalle unter Dach und Fach waren, setzte der Dauerregen ein. Zuvor feierte Unterlind fröhlich-besinnlich das uralte Fest zur Ehre der Mutter Gottes. Mit Gebeten, Gesang und Lobpreisungen dankten die Maria. Zudem kamen zahlreiche Besucher zum Schauen, Kaufen, Leute-treffen. Diese Feierlichkeit verband sich in diesem Jahr mit der Feier zum 125. Gründungsjubiläum des örtlichen Soldaten- und Kameradschaftsvereins.

Beim Feldgottesdienst am Hammerkirchl, musikalisch umrahmt von der Fichtelgebirgskapelle Ebnath, gab Pfarrer Bernhard Busch, der zusammen mit Diakon Franz Lautenbacher die feierliche Messe zelebrierte, den Hunderten Versammelten als "Hausaufgabe" auf, mit Mut und Zuversicht das Leben zu beschreiten, Frieden zu stiften und die Frohbotschaft von der Gottes- und Nächstenliebe anzunehmen.

Mit Maria als Vorbild lohne es sich, das Leben zu leben und sich an der Schöpfung zu freuen, die sich Gott von den Menschen nicht zerstören lasse. Nach der Segnung der bunten, duftenden Kräuter- und Blumenbüschel bewegte sich ein langer Zug zur Festhalle, wo SKV-Vorsitzender Uwe Sticht die Gäste begrüßte. Er stellte die Wichtigkeit der Kameradschaftspflege heraus, so wie es schon die Altvorderen hielten und appellierte an die Jugend, Mitglied im Verein zu werden. Bürgermeister Franz Tauber und der Kreisvorsitzende des Bayerischen Soldatenbunds (BSB) Kemnath, Thomas Semba, gratulierten dem Verein zu seinem Jubiläum und wünschten ihm eine erfolgreiche Zukunft.

Bereits vor dem Gottesdienst hatten die örtlichen Vereine an der Kriegergedächtniskapelle in Mehlmeisel der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege gedacht. Die Ebnather Fichtelgebirgskapelle und der "Groschwitz Bernd" sorgten tagsüber in der Halle für passende Musik, am Abend spielten die "Speichersdorfer Musikanten". Das Hammerkirchl stand nie leer. Viele nahmen sich Zeit für ein stilles Gebet.
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