Feiern gleich im Doppelpack

Kraft war - trotz technischer Unterstützung - beim Aufstellen des Kirwabaums gefordert. Bilder: sön (2)

Die Riedener verstehen es, kräftig zu feiern - gerne auch gleich im Doppelpack. So gesellte sich am Wochenende zum 44. Vilstalfest schon zum 14. Mal die Kirwa.

(sön) Auftakt war am Freitag der zweite Vilstalfest-Preisschafkopf. An 30 Tischen kämpften die Kartler, die bis aus Mittelfranken gekommen waren, um Punkte und Preise.

Am frühen Samstagvormittag ging es ans Aufstellen des von Elektro Schuster spendierten Kirwabaums. 33 Meter ist er heuer lang. Ein großer Bagger stand zur Sicherung und Unterstützung für die mehr als 30 kräftigen Männer bereit, die den Kirwabaum aber ganz traditionell mit Goißn in die Höhe hievten. Mit weiß-blauen Bändern hatten die Moidln drei Kränze - am untersten prangten Herzen mit den Namen der Paare - und die Spitze geschmückt. Bayerische Rauten, eine Lederhose und Rieden 2014 schnitzten die Burschen kunstvoll ins Holz.

Baummeister Dieter Hofmeister aus Thanheim führte das Kommando: "Auf geht's, pack ma's: Hauruck!" Für flüssige Stärkung in Maßkrügen sorgten die Moidln. Nach knapp eineinhalb Stunden war der Baum verkeilt. Am Nachmittag trafen sich die örtlichen Vereine mit Fahnenabordnungen am Rathaus zum Zug zur Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Dem Festgottesdienst folgte die übliche Bierprobe am Marktplatz, von der Blaskapelle St. Georg schmissig umrahmt.

Die Riedener verstehen es, kräftig zu feiern - gerne auch gleich im Doppelpack. So gesellte sich am Wochenende zum 44. Vilstalfest schon zum 14. Mal die Kirwa. Bilder von Hubert Söllner


Kirwapaare und Blaskapelle voran, ging es danach zum Festplatz, wo es die Riedener Böllerschützen zum Empfang mit Festwirtin Susanne Richthammer und Bürgermeister Erwin Geitner kräftig krachen ließen. Letzterer freute sich: "Seit 14 Jahren wird durch die Paare mit Kirwabaum, Baumaustanzen und Kirwabärtreiben eine alte Tradition wiederbelebt." Landtagsabgeordneter Dr. Harald Schwartz (CSU) betonte, "wir sind stolz auf unsere Feste in der Oberpfalz, besonders in Rieden". Gemeinsam mit Brauereichef Josef Winkler und dem Oberkirwapaar 2014, Andrea Dobler und Nicholas Hollweck, tranken alle "auf a super guade Kirwa". Dann zogen die Stimmungskanonen von Sappralot musikalisch vom Leder. Nach Weißwurstfrühstück, Kirwabärtreiben und Seniorennachmittag wurde gestern Abend noch der Baum verlost. Für Gaudi zum Festausklang sorgte Grögötz Weißbir.
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