Fels der Erwachsenenbildung

Mit der größten Sprachschule der Republik leisten die deutschen Volkshochschulen einen Beitrag zur Weltoffenheit.

Wer sein Leben bereichern will, nutzt die Angebote der Volkshochschule (VHS). Denn: "Nicht allein das Abc bringt den Menschen auf die Höh", sagte schon Wilhelm Busch. Beim Festakt zum 60-jährigen Bestehen der VHS Eschenbach/westlicher Landkreis Neustadt/WN gab es viele Ratschläge, diese "Höh" zu erklimmen.

Mit einem offiziellen Festakt am Vormittag für geladene Gäste im Gymnasium und einem fröhlichen Tag der offenen Tür am Nachmittag feierte die VHS ihr Jubiläum. Die "Hochschule des Volkes" präsentierte sich zu ihrem Geburtstag als Fels der Erwachsenenbildung und als Einrichtung, die mit ihrem Flächenangebot ganz nah am Menschen ist, wie es Professor Dr. Klaus Meisel, der Vorsitzende des Bayerischen Volkshochschul-Verbandes (BVV), in seiner Festansprache formulierte (siehe Hintergrund rechts).

Die Jubilarin zeigte sich an ihrem Jubeltag jung, fit und keineswegs 60 Jahre "alt". Die VHS habe es verstanden, Antworten auf die aktuellen Fragen und auf die Herausforderungen der Zeit zu finden, sagte Vorsitzender Thomas Frankenberger - mit 25 "Dienstjahren" selbst ein Jubilar - in seinem kurzen Rückblick. Möglicherweise ist es gerade das, was die Volkshochschule Eschenbach in den sechs Jahrzehnten seit der Gründung im Jahr 1955 nie hat alt aussehen lassen.

Circa 150 Gäste feierten mit ihr: darunter der Hausherr, Schulleiter Dr. Knut Thielsen, Landrat Andreas Meier und sein Stellvertreter Albert Nickl sowie die Bürgermeister aus dem Wirkungsbereich der VHS, des Weiteren Schulleiter, Dozenten und Kursleiter, die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Außenstellen, Vereinsvertreter, Banker und viele "treue Seelen", auf die die VHS bauen kann. Den BVV-Bezirksverband Oberpfalz vertrat Vorsitzender Richard Scheuringer.

Bunter Herbstschmuck aus den Fluren der Region zauberte einen Hauch von goldenem Oktober in die Aula. Den rundum festlichen Rahmen bereicherte mit stimmungsvoller Musik ein Streicherensemble der Musikschule Vierstädtedreieck unter Leitung von Joachim Steppert.

Wichtiger Mosaikstein

In ihren Grußworten beleuchteten Bürgermeister Peter Lehr - stellvertretend für seine Kollegen - und Landrat Andreas Meier das Grundverständnis der VHS, Bildung für alle zu gewährleisten. Dieses Ziel beweise ein Blick in das Programmheft, merkte Lehr an und empfahl frei nach Aristoteles die Bildung als festen Reiseproviant.

Der Landkreischef bezeichnete die Volkshochschule als wichtigen Mosaikstein für die Bildungsregion "Landkreis NEW". Andreas Meier verwies auf das Eiltempo der Veränderungen im Bereich des Bildungssektors und legte den VHS-Verantwortlichen nahe, stets die Anforderungsprofile mutig und frisch zugleich im Blick zu haben.

Daran knüpfte Vorsitzender Thomas Frankenberger seine Feststellung, mit einem weitgefächerten Programm Qualität und Ausgewogenheit zu gewährleisten sowie die finanzielle und organisatorische Selbstständigkeit der VHS zu sichern. Nach einem Rückblick auf die Gründerzeit und den Werdegang in den vergangenen Jahrzehnten äußerte der Vorsitzende die Überzeugung, wertvolle Bildungsarbeit auch für den schwächsten Geldbeutel erschwinglich zu machen.

Offener Lernort

"Volksbildung ist entweder für das Volk oder sie hat ihren Zweck verfehlt": Diesem Motto sei die Volkshochschule Eschenbach treu geblieben. "Die VHS hat mit ihrem breitgefächerten Angebot einen gehörigen Anteil an der Lebensqualität der Bevölkerung", urteilte Frankenberger selbstbewusst.

"Heute bietet die VHS Eschenbach/westlicher Landkreis Neustadt/ WN jährlich 500 Kurse an", bilanzierte der Vorsitzende abschließend. Punktgenau habe die VHS das Ziel erreicht, als offener Lernort ein hochwertiges und bezahlbares Weiterbildungsangebot bereitzustellen. Erfreut zeigte sich Geschäftsführerin Angelika Denk über die Jubiläumsspenden von Landkreis, Stadt Eschenbach, Raiffeisenbank und Sparkasse. (Bericht über den Tag der offenen Tür folgt)
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