Fertige Konzepte in der Schublade
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Schulamtsdirektor Wolfgang Krauß (rechts) überreichte Dr. Matthias Holl das Zertifikat für die erfolgreich absolvierte Ausbildung zum Berater für interkulturelle Schulentwicklungsprozesse. Bild: Grüner
Tirschenreuth. (tr) Erfolgreich an der Ausbildung als Berater für interkulturelle Schulentwicklungsprozesse hat Dr. Matthias Holl , Konrektor an der Marien-Grundschule, teilgenommen. Damit ist er bayernweit einer von 15 Lehrern, die darauf spezialisiert sind, ihre Kollegen bei der Arbeit mit Kindern von Migranten zu unterstützen.

Sein nächster Kollege sitzt in Regensburg. Drei weitere in Nürnberg und Erlangen, sieben in Oberbayern und drei in Schwaben. Sie fungieren als Multiplikatoren für ihre Kollegen. Speziell in der nördlichen Oberpfalz stellt Schulamtsdirektor Wolfgang Krauß quasi die Schnittstelle zwischen Dr. Holl und interessierten Schulen dar. Egal, ob in Weiden, Neustadt, Tirschenreuth, Kemnath oder sonst wo - Ansprechpartner ist das Schulamt Tirschenreuth

Neu an der Geschichte ist, dass die interkulturellen Berater nicht an eine bestimmte Schulform gebunden sind, sondern für alle existierenden Modelle zur Verfügung stehen. Matthias Holl könnte sofort loslegen, hat bereits fertige Konzepte parat. "Und wenn die nicht passen, auch kein Problem. Dann werden nach Gesprächen mit den Kollegen entsprechende erstellt."

In den vergangenen drei Jahren sind innerhalb des Wertebündnisses Bayern über das Projekt "Wertvoll Miteinander" Ansätze für interkulturelle Schulentwicklungsprozesse entwickelt worden. Als Kooperationspartner war die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen mit im Boot.

Die interkulturelle Schulentwicklung geht davon aus, dass die sprachlichen, kulturellen und sozialen Unterschiede von Schülern immer häufiger zur Normalität an den bayerischen Schulen werden. Interkulturelle Kompetenz bei Lehrkräften sei aber Voraussetzung für die wertschätzende Kommunikation mit Menschen, die aus anderen sprachlichen, ethnischen und religiösen Kontexten kommen. Mit den anderen 14 Beratern pflegt Dr. Holl ständigen Kontakt. "Wir haben bereits ein sehr gutes Netzwerk aufgebaut", sagt er.
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