Fertigstellung bis Allerheiligen

Etwas Fantasie brauchten die Mitglieder des Bauausschusses. Sie mussten sich beim Ortstermin vorstellen, wie die neue Aussegnungshalle nach der Fertigstellung aussehen könnte. Anhaltspunkte waren dafür der Rohbau und ein paar Steine.

Kemnath. (stg) Die neue Aussegnungshalle am Friedhof nimmt immer mehr Form an. In der Sitzung des Bauausschusses inspizierten die Räte das Gebäude und machten sich Gedanken über die Farbgestaltung im Inneren und außerhalb. Erläuterungen zu dem knapp 600 000 Euro "schweren" Projekt gaben Architekt Günther Lenk, Schreiner Sebastian Hösl sowie Künstlerin Ruthild Langhammer.

Laut Bürgermeister Werner Nickl liegen die Arbeiten im Zeitplan. Das neue Gebäude sei spätestens an Allerheiligen fertiggestellt. Zu entscheiden hatte das Gremium über die Farbgestaltung im Inneren, also Putz, Bodenplatten und noch Einiges mehr. Auch für die Pflasterung im Umgriff waren verschiedene Muster im Freien aufgelegt worden, mit denen sich die Mitglieder intensiv befassten, indem Vor- und Nachteile abgewogen wurden.

Zur künstlerischen Gestaltung der Glasfenster der Aussegnungshalle gab Ruthild Langhammer Erläuterungen. "Zunächst hat ein Farbfenster in einem Raum die Aufgabe, eine Atmosphäre und eine Stimmung zu fördern - eine Stimmung, die dem Zweck und der Bedeutung des Raumes angemessen ist", erklärte Langhammer. Sie habe sich für die Farbe Blau entschieden, da diese Ruhe ausstrahle und in allen Kulturen für Weite, für Meer oder eben in christlicher Prägung für Himmel stehe.

Bei der künstlerischen Gestaltung habe sie versucht, das Thema aus einer christlichen Grundhaltung zu erarbeiten, jedoch die Gestaltung so gewählt, dass auch Anders- oder Nichtgläubige berührt werden können.
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