Fest mit internationalem Flair

Beim Murmelsuchen gaben sich die Kleinen und auch die Großen viel Mühe. Bilder: rn

Das Kinder- und Jungbürgerfest lockte Jung und Alt auf die Freifläche vor dem Sportheim. Der Nachwuchs der Rußweiherstadt nahm das angebotene "kunterbunte Programm" mit Begeisterung an.

Abseits von jeglichem Verkehr genossen die Kleinen das vom Jugendforum und den angeschlossen Verbänden vorbereitete Programm. Es bot viel Bewegungs- und Betätigungsmöglichkeit.

Dass das Fest zu einer internationalen Begegnung wurde, ist dem Arbeitskreis Asyl zu verdanken. Sabine und Karl Fricke sowie Felicitas Raman hatten die in Eschenbach wohnenden Asylbewerber über die Veranstaltung informiert und ein Treffen der interessierten Familien an der Gemeinschaftsunterkunft vereinbart. Über den "Fischerberg" bewegte sich eine kleine Prozession mit kleineren und größeren Kindern und deren Eltern in Richtung Sportgelände.

Für sie neu und mit sichtlicher Begeisterung aufgenommen war das von Eltern-Kind-Gruppe und Schäferhundeverein angebotene Schminken. Sogar manche Mama setzte sich vor die erfahrenen Schminkerinnen und ließ sich mit dezenten Pinselstrichen und viel Glitzer in eine geradezu märchenhafte Prinzessin aus dem Morgenland verwandeln. Die Wasserwacht lud zu einer Malecke und zum Herstellen von Buttons. Die Malergebnisse waren so vielseitig wie das bisherige Leben der Kinder: Der Sohn einer Asylantenfamilie malte ein Flugzeug, das Bomben abwirft.

Beim Kleinfeldtennis testeten die Kinder ihre Geschicklichkeit und den Umgang mit Schläger und Ball. Auch das BRK lockte mit einem Wurfspiel mit Tennisbällen. Zu treffen waren die Fensteröffnungen eines kleinen Rettungswagens. Die Kinder der Asylbewerber lud das BRK zu Gruppenstunden ein. Diese sollen die Integration fördern. Informationen und handwerkliche Betätigung waren bei der Waldjugend angesagt. Sie zeigte kleine Laubgehölze und Waldwerkzeuge, die das besondere Interesse der Buben fanden. Vor allem die Mädchen fühlten sich vom Streichelzoo der Kleintierzüchter angezogen.

In Eschenbach gab es in den Nachkriegsjahren mehrere Seifenkistenrennen. Als Erinnerung dazu war eine Rollbahn aufgebaut, wie sie aus Getränkemärkten bekannt ist. Auf ihr ging es in großen Obstkisten leicht rasant bergab. Kein Kinderfest ohne Hüpfburg: Sie bot weitere Bewegungsmöglichkeiten. Zur Schatzsuche rief der Sportclub auf. Neben der Rutsche waren zwischen den Rieselsteinchen bunte Murmeln versteckt. Es setzte eifriges Suchen ein. Auf dem Spielfeld übten junge Kicker das Torwandschießen. Auch für das leibliche Wohl war bestens vorgesorgt. Der SCE war für Getränke, der MGS-Elternbeirat für Kaffee, Kuchen und Waffeln und der Sportheimwirt für Pommes und Pizza zuständig.

Musikalisch wurde es am späten Nachmittag. Zur Einstimmung mit Gesang standen Anna Ott und Teresa Trummer auf der Bühne. Es folgten die Schulband des Gymnasiums, die Band "Catsforbreakfast" der Musikschule, "Invisible Infection" und "bigfood unicorn". Die vier Nachwuchsbands nutzten gerne die gebotene Auftrittsmöglichkeit.
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