Festgottesdienst mit den Zupfer-Moidln - 1735 erbaut, ab 1989 wieder errichtet
Marienkapelle feiert 25.

Die Marienkapelle in Trevesenhammer feiert an Mariä Himmelfahrt 25 Jahre Wiedererrichtung. Bild: lpp
Am Feiertag Mariä Himmelfahrt ist in der Marienkapelle um 16 Uhr ein Festgottesdienst zur 25-jährigen Wiedererrichtung und Grundsanierung. Die Zupfer-Moidln aus Neustadt/WN gestalten die Messe.

1716 erwarb Michael Anton Ponzelin das Gut Hammertrevesen. 1735 baute er eine Kapelle. Grund dafür war neben dem weiten Weg zur Pfarrkirche in Pullenreuth, "absonderlich zu winterszeit, wo wegen des schnen wegs hart vortzukomen", dass die "Landsassen" an Feiertagen zu "allerhandt knechtliche arbeith angehalten". Somit werde die seligste Mutter Gottes entweiht.

Nach Ponzelin gelangte die Familie von Thoma in den Besitz des Hammerschlosses und übernahm auch die Marienkapelle, die der Säkularisation entging. Beim Weiterverkauf 1811 wird in der Bestandsaufnahme ein "Marienhaus" erwähnt. Die Bezeichnung lässt darauf schließen, dass die Kapelle profanisiert war und nicht mehr kirchlichen Zwecken diente. Das Bauwerk verkam zusehends und wurde als Gartenpavillon genutzt.

Jahrzehntelang beobachtete Baumeister Otto Busch senior aus Neusorg den Verfall der Kapelle. Nachdem der Dachstuhl marode und die Mauern teilweise eingestürzt waren, baute er 1988 die Kapelle wieder auf und holte sich die Gesellschaft Steinwaldia mit deren Vorsitzenden Norbert Reger ins Boot. Am 30. September 1989 begannen die Aufbauarbeiten. Max Pschörer aus Pullenreuth deckte das Kapellendach mit Titanzinkblech ein. Parallel zur Innenausstattung mit Maler-, Stuckateur- und Fliesenlegerarbeiten wurde der Außenbereich in Angriff genommen.

Bei der Wiedererrichtung wurden Besitzverhältnisse und Trägerschaft geklärt. Besitzer Franz Weiß schenkte die Kapelle und das dazugehörige Grundstück der Gemeinde Pullenreuth, die Gesellschaft Steinwaldia übernahm die Trägerschaft und verpflichtete sich, für die künftige Unterhaltung beizutragen. Vorsitzender Norbert Reger richtet seinen Dank an die Familien Weiß und Legath sowie alle Helfer für die liebevolle Pflege. Die Einweihung der wiedererrichteten Kapelle war am 15. August 1990.
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