Feuer Hand in Hand gelöscht

Bei einer Einsatzübung auf dem Scharlhof mussten die 68 Übungsteilnehmer drei vermisste Personen aus einem vermeintlich brennenden landwirtschaftlichen Gebäude retten, das angrenzende Wohnhaus und die Nebengebäude sichern sowie eine 750 Meter lange Saugleitung den Berg hinauf bauen. Auch die Jugendgruppe Saltendorf war in die Übung mit eingebunden. Bild: wee

"Brand auf dem Scharlhof, drei Personen befinden sich noch im Gebäude": Fünf Feuerwehren aus dem Raum Wernberg-Köblitz wurden im Zuge der Aktionswoche zum Einsatz gerufen.

Wernberg-Köblitz. (wee) Kurz nach 17 Uhr alarmierte die Einsatzzentrale am letzten Freitag die Feuerwehren Saltendorf, Neunaigen, Oberköblitz, Glaubendorf und Losau-Schiltern zu einem vermeintlichen Brandeinsatz auf den Scharlhof. Die beiden Kommandanten, Markus Frey und Ralf Bogner, von der Feuerwehr Saltendorf hatten diese Übung, die im Zuge der Aktionswoche der Feuerwehren in Bayern lief, geplant. Die Familie Meier, die den Scharlhof bewohnt, stellte dafür ihr Anwesen zur Verfügung. Die Aufgabenstellung für die Teilnehmer: "Brandbekämpfung eines landwirtschaftlichen Gebäudes, Bergung von drei vermissten Personen, die sich im brennenden Gebäude befinden sowie Sicherung des Wohnhauses und der weiteren Nebengebäude."

750 Meter Saugleitung

Da sich das Anwesen der Familie Meier in einer gewissen Höhenlage und am westlichen Ende des Gemeindegebietes befindet, war neben der Vermisstensuche die Wasserförderung für die Übungsteilnehmer eine Herausforderung. Bei der Suche nach den vermissten Personen wurde schwerer Atemschutz eingesetzt. Auch die Wärmebildkamera kam zum Einsatz. Damit ausreichend Löschwasser vorhanden war, bauten die Feuerwehrkameraden zusätzlich eine 750 Meter lange Saugleitung von einem nahe liegenden Weiher. Zu überwinden galt es nicht nur die Entfernung, sondern auch eine deutliche Steigung, so dass insgesamt vier Pumpen eingesetzt werden mussten, um auch den Wasserdruck aufbauen zu können. Nach rund 35 Minuten hatten die 68 Feuerwehrfrauen und -männer dann das Übungsziel erreicht. Die Feuerwehren Saltendorf und Oberköblitz kümmerten sich um den Erstlöschangriff und die Suche nach den vermissten Personen sowie deren Erstversorgung, die Feuerwehrkameraden aus Neunaigen, Glaubendorf und Losau-Schiltern bauten die Schlauchleitungen auf.

Einsatzleiter Markus Frey und Kreisbrandmeister Willi Duschner bescheinigten den Feuerwehrfrauen- und -männern ein gutes Zusammenspiel. Sollte es in diesem Bereich allerdings zu einem Großbrand kommen, so müssten mehr wasserführende Fahrzeuge und Wehren alarmiert werden, denn die Übung habe auch gezeigt, dass der Aufbau der Saugleitung doch eine geraume Zeit in Anspruch nehme.

20 Prozent Frauenanteil

Kreisbrandmeister Willi Duschner zeigte sich außerdem besonders erfreut, dass an dieser Übung so viele Frauen und Jugendliche teilgenommen haben. Die Aktionswoche werbe in diesem Jahr besonders dafür, dass auch Frauen sich aktiv in den Dienst der Feuerwehr stellen. Im Einzugsbereich von Kreisbrandmeister Willi Duschner liegt der Frauenanteil bei rund 20 Prozent, was bereits eine sehr gute Basis sei. Aber natürlich freue man sich auf weitere weibliche Mitglieder. Kreisbrandrat Robert Heinfling und Bürgermeister Georg Butz machten sich ebenfalls ein Bild von diesem Übungseinsatz. Butz lud abschließend zu einer Brotzeit ein.
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