Feuer und Zelten verboten

Wer Grünanlagen, Kinderspielplätze oder Anlageneinrichtungen verunreinigt, beschädigt oder verändert, hat den ursprünglichen Zustand unverzüglich wieder herzustellen. Was selbstverständlich sein sollte, hat Eschenbachs Stadtrat nun in eine Verordnung gepackt.

Der Neubau des Mehrgenerationenparks am Eschenbach-Graben hat den Stadtrat veranlasst, eine "Verordnung über Benutzung der öffentlichen Grünanlagen und Kinderspielplätze der Stadt" zu erlassen. Dabei geht es darum, Beschädigungen in und auf städtischen Grünanlagen und Spielplätzen zu verhindern.

Als Beispiel nannte Bürgermeister Peter Lehr im Stadtrat abendliche Umtriebe von Jugendlichen im Bereich des Gerätehauses der Siedlergemeinschaft. Grundlage für die neue Satzung war die Verordnung einer Nachbargemeinde. Sie wurde an die Eschenbacher Verhältnisse angepasst und in Details erweitert.

Von Brunnen bis Zäunen

Unter "Anlageneinrichtungen" versteht die Verordnung "alle Gegenstände, die der Verschönerung und dem Schutz der Grünanlagen und Kinderspielplätze dienen". Dazu gehören etwa Denkmäler, Plastiken, Brunnen, Beleuchtungseinrichtungen, Rankgerüste und Zäune. Damit gemeint sind des Weiteren "alle Gegenstände, die den Benutzern zum Gebrauch dienen," wie Spielgeräte, Parkbänke, Tische und Papierkörbe sowie "bauliche Einrichtungen jeglicher Art", unter anderem Nistkästen, Futter- und Trinkstellen.

Zu den zehn "Tatbeständen", die untersagt sind, gehören das Betreten von Pflanzbeeten und besonders gekennzeichneten Flächen, ebenso das Abmähen und Entfernen von Pflanzen oder Pflanzenteilen, Sand, Erde und Steinen, der Betrieb offener Feuerstellen, das Fahren, Parken, Abstellen oder Reinigen von Kraftfahrzeugen und das Abspielen von Tonwiedergabegeräten. Das Aufstellen von Zelten und Wohnwagen, das Verrichten der Notdurft sowie "das Mitbringen und der Konsum alkoholischer Getränke, soweit dieser geeignet ist, die Allgemeinheit zu belästigen," ist ebenfalls untersagt.

Verbot und Geldbuße

Eine extra Regelung betrifft das Mitführen von Hunden: "Halter von Tieren haben die durch diese verursachten Verunreinigungen und Beschädigungen unverzüglich zu beseitigen." Generell gilt: "Verursachte Schäden sind im Rathaus zu melden."

Den Anordnungen der zuständigen städtischen Dienststellen und der Polizei, die auf der Basis der Verordnung ergehen, hat jeder Folge zu leisten. Die Kommune behält sich auch vor, im konkreten Fall für einen bestimmten Zeitraum ein Betretungsverbot zu erlassen und Geldbußen von bis zu 2500 Euro zu erheben.
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