Feueralarm im Altenheim

Die Klöppelgruppe Grafenwöhr demonstrierte ihr handwerkliches Geschick. Hier probierte auch der ehemalige Bürgermeister Helmuth Wächter die filigrane Kunst. Ob sich bei ihm daraus ein Hobby entwickeln könnte, ließ er offen.

Die Weißwürste und auch die fast 400 Lose der großen Tombola erlebten das 12-Uhr-Läuten nicht mehr. Beim Tag der offenen Türe des Seniorenheims Hammergmünd ging es zu wie in einem Taubenschlag. Es gab viele Attraktionen.

Bereits zum zünftigen Weißwurstfrühstück mit Musik war der Speisesaal voll besetzt. Kein Wunder: Denn bei diesem breitgefächerten Angebot war für jeden etwas dabei. Dazu konnte man sich ganz zwanglos über das Seniorenheim informieren. Für Interessierte wurden Führungen durch das Haus angeboten und es blieb keine Frage unbeantwortet.

Schön dekoriert und lebhaft präsentierte sich gleich der Eingangsbereich. Hier hatten der Heimbasar und die Klöppelgruppe ihr Domizil aufgeschlagen. Dekoartikel für Herbst und Winter, Wollsocken, Mützen und Schals in vielen Größen und Farben und kleine Geschenkartikel wechselten ihre Besitzer. Die Grafenwöhrer Klöppelguppe demonstrierte ihre Kunst, mit dünnem Garn filigrane Spitzen und Figuren zu kreieren. Manche dieser Kunstwerke konnten auch erworben werden.

Für Ruhesuchende war ebenfalls gesorgt: Bereits ab dem Vormittag bot Pfleger Stefan entspannende Handmassagen an. Am Nachmittag konnte man sich bei einer Zehn-Minuten-Behandlung von Doris Mayer den Nacken oder Rücken massieren lassen.

Alphorn und Klarinette

Geistige Entspannung und musikalischer Genuss waren bei den Kurzandachten geboten. In der schönen Kapelle des Hauses las Rosi Ließmann meditative Texte. Für musikalische Umrahmung sorgten dort Benno Englhart mit Alphorn oder Gitarre und Johanna Rubenbauer mit der Klarinette.

Für den Fall, dass sich zwischendurch der Magen meldet, hatten Küche und Personal bestens vorgesorgt. Ein umfangreiches Kuchenbuffet lockte die Besucher in den Speisesaal. Wer es deftiger wollte, der konnte auf Spezialitäten vom Grill zugreifen. Am Nachmittag unterhielten die beiden Jugendlichen Sophia und Sandro Weber aus Pressath unermüdlich mit Akkordeon, Gitarre und Cajon und Gesang bestens mit bekannten Schlagern, Volks- und Schunkelliedern. Kräftiger Applaus war ihnen sicher.

Pkw wird zum "Cabrio"

Am Nachmittag kamen die vor allem von den Kindern erwarteten Hunde der BRK-Hundestaffel zu Besuch. Die Hundeführer informierten über die Einsatzmöglichkeiten ihrer Tiere. Für die Kinder war zudem eine Schminkstation eingerichtet. Dort konnten sie mit schönen Motiven ihr Gesicht bemalen lassen. Wer mehr Action wollte, war bei der Gmünder Feuerwehr richtig. Im Garten zeigten die Aktiven in der einen Schauübung, wie ein unter dem Auto liegender Verletzter fachgerecht geborgen wird.

Etwas heftiger zur Sache ging es bei der zweiten Übung: Das ebenfalls fachgerechte Eindrücken von Autoscheiben und Abschneiden und Abheben des Autodaches sorgte für großes Publikumsinteresse. Danach holten die Retter einen vermutlich an der Wirbelsäule verletzten Dummy aus dem Wrack. Hier zeigte sich, wie wichtig die vielfältige Feuerwehrausbildung ist.

Großzügige Räume

Den ganzen Tag über führten Bedienstete des Hauses interessierte Besucher durch das Heim. Guten Anklang fanden der gemütliche Eingangsbereich, das Bierstüberl und die stimmungsvolle Kapelle im Keller des großen Hauses. So gibt es extra einen Raum für Sturzprävention oder sonstige Aktionen und einen großen Speisesaal außerhalb der Wohnbereiche.

Auch die hauseigene Wäscherei und die Küche wurden in Augenschein genommen. Die Firma Schug informierte über Reha-Artikel. Glücklich und zufrieden zeigten sich nach dem erfolgreichen Tag das Personal und die ehrenamtlichen Helfer mit dem überwältigenden Besuch der Bevölkerung aus der Umgebung.
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