"Feuertaufe" für die Jugendbeauftragte

Premiere für Tanja Perl (SPD): In der Juli-Sitzung des Marktgemeinderats gab die Jugendbeauftragte ihren ersten Bericht ab. "Jugendbeauftragte sind keine Konkurrenten der Vereine. Sie ergänzen vielmehr ihr Angebot", machte sie deutlich.

Perl erinnerte daran, dass es seit 2002 in so gut wie allen bayerischen Gemeinden Jugendbeauftragte gebe. Diese seien zentrale Ansprechpartner für alle Kinder und Jugendliche und fördern, unterstützen sowie vertreten deren Anliegen.

In der Marktgemeinde gebe es 38 Vereine, die in der Jugendarbeit tätig seien. "Natürlich hat jeder ein legitimes Eigeninteresse, doch die Jugendarbeit aller dient einem Zweck: Sie bieten eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung an." Jugendbeauftragte träten dann auf, wenn es darum gehe, gemeinsame Aufgaben zu erledigen.

2015 wurden beziehungsweise werden von der Jugendbeauftragten, in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendforum, zahlreiche Aktivitäten angeboten: ein abwechslungsreiches Ferienprogramm der Vereine, Informationsveranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Eltern sowie der "Talentschuppen". 2016 werde wieder "Verein macht Schule" angeboten, kündigte Tanja Perl an.

Der erste Kirchenthumbacher Kinderbenefizlauf gehe am 1. August über die Bühne. Dieser werde vom Elternbeirat der Grund- und Mittelschule und dem Jugendforum organisiert. Eingeladen seien Kinder und Jugendliche, die Freude am Sport haben und sich für eine gute Sache einsetzen wollen, erklärte die Jugendbeauftragte. Jede gelaufene Runde helfe dem Verein "Hilfe für Anja" dabei, weitere lebenswichtige Typisierungsaktionen zu finanzieren und vielen Betroffenen Mut zu machen. "Es soll ein erlebnisreicher und geselliger Samstag für die ganze Familie werden", sagte die Marktgemeinderätin.

Eltern unterstützen

Neben dem primären Ziel der Jugendarbeit, Kindern und Jugendlichen eine verantwortungsbewusste Mitgestaltung und eine gesellschaftliche Mitverantwortung zu gewähren, gehe es auch um die Unterstützung der Eltern, erläuterte Perl. Im Dezember informierte Polizeihauptkommissar Marcus Gradl über das Thema "Drogenmissbrauch". Sowohl Eltern als auch Jugendliche hätten das Angebot sehr gut angenommen, freute sich die Jugendbeauftragte.

Nahverkehr stärken

Auf den Tag genau 70 Jahre nach dem Einmarsch der Alliierten hatte sie zudem zusammen mit dem Seniorenbeauftragten zu einer Veranstaltung dazu eingeladen: "Wir wollten dieses historische Ereignis nutzen, um nochmals in Erinnerung zu rufen, wie Kirchenthumbacher diesen Tag erlebten und welchen Bedrängnissen die Menschen dieser Zeit ausgesetzt waren." Ein weiteres gemeinsames Angebot der Jugendbeauftragten von Vorbach, Schlammersdorf, Oberbibrach, Speinshart und Kirchenthumbach war der "Talentschuppen".

Perl plädierte nicht zuletzt für eine weitere Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs. Bereits seit längerer Zeit gebe es das "Fifty-Fifty-Taxi", das junge Leute von 14 bis 21 Jahren nutzen können. Sie regte an, sich näher mit dem "Baxi"-Projekt im Landkreis Tirschenreuth zu befassen und dieses mit einigen Veränderungen für die Jugend einzusetzen.
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