Feuerwehr macht Schule

"Das ehemalige Schulhaus wird zum Feuerwehrhaus", verkündete Hans Donko bei der Bürgerversammlung in Grötschenreuth. Erste Pläne hatte der Bürgermeister bereits im Gepäck. Eine weitere gute Nachricht: "Bis in einem Jahr wird der Ortsteil am schnellen Internet mit bis zu 50 Mbit/s angeschlossen."

Bürgermeister Donko freute sich über den sehr guten Besuch. Eingangs ging das Stadtoberhaupt auf die Bevölkerungsentwicklung im Ortsteil ein. Waren es bei der Eingemeindung 1972 insgesamt 220 Einwohner, konnte von der Bürgerversammlung 2013 bis zum heutigen Tag eine Steigerung um zehn auf 194 Personen festgestellt werden. Anteil an der gesamten Einwohnerschaft: beträgt 3,75 Prozent.

Jung und Alt

Die beiden ältesten Einwohner im Ortsteil sind bei den Männern Karl Dumler mit 94 und bei den Frauen Helga Weiß mit 93 Jahren. Jüngste Einwohnerin ist Hanna Tretter, die im April dieses Jahres geboren wurde. Zu den örtlichen Belangen, die die Bürger Grötschenreuths direkt betreffen, berichtete Bürgermeister Donko von der geplanten Erweiterung des ehemaligen Schulhauses als zukünftiges Feuerwehrhaus. "Die derzeitige Situation für die aktiven Feuerwehrkameraden, ihre Ausrüstung und Einsatzbekleidung mit nach Hause zu nehmen, ist nicht hinnehmbar", stellte er fest.

"Nachdem die Feuerwehr das ehemalige Schulhaus bereits seit gut zwei Jahren voll nutzt und notwendige Sanierungen selbst in die Hand nahm, ist ein Ausbau zu einem Feuerwehrhaus sinnvoll", betonte Donko. Nach ersten Gesprächen mit der Feuerwehrführung sei ein Anbau für das Feuerwehrauto an der Nordostseite des Gebäudes geplant.

Neuer Eingang

Der Bürgermeister stellte in der Versammlung die ersten Pläne vom technischen Angestellten der Stadt, Hans Gürtler, vor. So soll im Erdgeschoss des Anbaus neben dem Fahrzeug ein neuer Eingang für die Aktiven im Einsatz sowie ein Diesellager und eine Unterstellmöglichkeit für Abfalltonnen geschaffen werden. Im Altbau selbst wird das Erdgeschoss so umgebaut, dass eine Umkleide, ein Aufenthaltsraum sowie Büro- und Lagerräume und Sanitäranlagen entstehen. Im Obergeschoss sind im geplanten Anbau ebenfalls Sanitärräume vorgesehen.

"In den nächsten Wochen und Monaten stehen die Feinplanungen gemeinsam mit der Feuerwehr und der Stadt an", stellte Bürgermeister Donko fest. "Im Frühjahr kommenden Jahres sollten die Planungen soweit stehen, dass wir diese fördertechnisch einreichen können." Mit der Baugenehmigung sei dann frühestens im Sommer zu rechnen. "Die Stadt will den Bestand der Wehr sichern", betonte das Stadtoberhaupt. Eine Sanierung mit Anbau sei seiner Ansicht nach eine "dauerhafte Lösung", die auch zukünftig das Gebäude brandschutztechnisch auf den neuesten Stand stelle. "Ich bin zuversichtlich, dass dieses Projekt durchgeführt werden kann, denn die Stadt hat die Zusage der Wehr, sich mit Hand- und Spanndiensten massiv einzubringen", so Donko.

Daten flutschen

Positiv nahmen die Grötschenreuther die Ankündigung auf, dass der Ortsteil bald schneller ins Internet kommt. So sei vor kurzem ein entsprechender Vertrag mit der Telekom abgeschlossen worden. Es sei derzeit noch offen, ob die entsprechende Leitung über Kemnath/Hopfau gehe oder von Erbendorf her geführt werde. "Die Bauarbeiten sollen im nächsten Frühjahr beginnen und im Herbst 2016 abgeschlossen sein.

Unter dem Punkt Wünsche und Anträge fragte Rolf Hanauer an, ob der Weg vom Schloss in den Staatsforst im Rahmen des Interkommunalen Kernwegenetzes ausgebaut werden könnte. Der Bürgermeister verneinte. "Leider ist dieser Weg durch das Raster gefallen, da er keine überörtliche Bedeutung hat", so Donko. "Wenn saniert werden muss, geht das nur in Zusammenarbeit mit der Jagdgenossenschaft."
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