Feuerwehr nun technisch gut ausgestattet - Umbau des Gerätehauses erforderte ganzen Einsatz
Neues Fahrzeug der ganze Stolz

Die Waldauer Feuerwehr ehrte verdiente Mitglieder mit Plaketten und Abzeichen in Silber und Gold. Peter Grundler und Stefanie Bojer (rechts) wurden in den aktiven Dienst übernommen. Stellvertretender Vorsitzender Reinhard Mages (Vierter von rechts) leitete die Jahreshauptversammlung souverän. Bild: dob
Als ein Jahr der Superlative geht 2014 in die Annalen der Feuerwehr ein. Grund ist das neue Tragkraftspritzenfahrzeug. Damit verbunden war viel Mühe, denn im Gerätehaus standen Veränderungen und Umbauten an, die die Mitgliedern in beispielloser Eigenregie meisterten.

Die Verantwortlichen um stellvertretenden Vorsitzenden Reinhard Mages erinnerten sich in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Zilbauer an die Aufgaben, die die Ortsteilwehr aufs Neue zusammenschweißten. Genesungswünsche übermittelte Mages dem erkrankten Chef Helmut Janker. Wegen der Arbeiten hatten die Kommandanten Stefan Meyer und Benjamin Janker die Fortbildungen etwas zurückgefahren. Heuer sollen sie jedoch wieder forciert werden.

43 Aktive

43 Frauen und Männer sind im aktiven Dienst. Neu in ihn aufgenommen wurden Stefanie Bojer und Peter Grundler. 13 Mal rückten die Helfer im vergangenen Jahr aus. Der Wohnhausbrand in Neumühle war wohl der größte und schwierigste Herausforderung. Hinzu kamen drei Ölspurbeseitigungen, drei Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen und ein Sturmschaden. Vier Sicherheitswachen und Verkehrsabsicherungen listete Meyer ferner auf.

22 Kräfte wendeten 160 Einsatzstunden auf. 12 Unterrichtsabende und Übungen sowie einen technischen Dienst im Gerätehaus schrieb sich Meyer ebenfalls in sein Tätigkeitsbuch. Erstmals gab es 2014 eine Truppmannausbildung. Bernhard Faltenbacher besuchte einen Motorsägenkurs und Michael Lehner, Michael Meyer, Marco Striegl, Stefan Striegl sowie Christoph Zeitler absolvierten einen Erste-Hilfe-Kurs. Für den Umbau am Gerätehaus wendeten die Feuerwehrleute 400 ehrenamtliche Stunden auf. Eine neue Lüftungsanlage wurde eingebaut und die Garderobe für die Einsatzkleidung neu gestaltet.

Automatisches Tor

Alle Räume bekamen einen neuen Anstrich. Überarbeitet wurde die Elektroverteilung. Bei Alarm öffne sich das Tor nun automatisch. Bei Dunkelheit werde gleichzeitig das Licht in der Fahrzeughalle und am Vorplatz eingeschaltet. Damit wurden Schwachstellen behoben, informierte Meyer. Bei acht Einsätzen habe sich das neue Fahrzeug bereits bewährt. Das einfachere Entnehmen der Geräte, die Fahrzeug-Beleuchtung und zusätzliche Ausrüstung wie Stromaggregat oder Ölbindemittel, die früher eigens zugeladen werden mussten, erleichterten die Arbeit.

Die Einführung des Digitalfunks - die Funkgeräte werden die Waldauer Floriansjünger wahrscheinlich noch im ersten Quartal erhalten - erfordere präzise Ausbildung, kündigte der Kommandant an.

Kasse nicht leer

Schriftführer Johann Wiesent ging auf das ausgeprägte gesellschaftliche Leben der Feuerwehr ein. Die Finanzen beleuchtete Kassier Alexander Koller. Trotz der Investitionen sei die Kasse nicht leer, bestätigte Franz Wiesent, der mit Herbert Eckl die Kassenprüfung vornahm und Koller eine Eins-a-Buchführung attestierte.

Wie wichtig die Feuerwehr für die Stadt sei, bewies die fast vollständige Teilnahme des Stadtrats an den Segnungsfeierlichkeiten des neuen Fahrzeugs, obwohl am selben Tag ein kirchliches Fest in einem anderen Ortsteil anstand, resümierte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer rückblickend. In der Jahreshauptversammlung werde dies ebenso durch die Anwesenheit der drei Bürgermeister deutlich. Im Stadtrat gab es bisher während seiner siebenjährigen Amtszeit auch nie ein "Nein", wenn es um die Ausstattung der Feuerwehren in der Großgemeinde ging. Alle sieben Wehren seien technisch bestens aufgestellt, hob das Stadtoberhaupt stolz hervor. "Unser Herz schlägt auch weiterhin für die Feuerwehren", erklärte Wutzlhofer. Immerhin investierte die Stadt während seiner Amtszeit in die Feuerwehren 1,1 Millionen und 900 000 Euro zusätzlich in den Unterhalt.

Kreisbrandmeister Martin Weig übermittelte die Grüße des Kreisbrandrats Richard Meier und des Kreisbrandinspektors Johann Rewitzer. Vom Digitalfunk werde schon lange gesprochen, aber jetzt sei er da. Der Netzbetrieb und die damit verbundenen Schulungen laufen bereits im ersten Halbjahr an, versicherte Weig.

Mitglieder geehrt

Die Ehrenplakette für 50 Jahre Treue erhielten Johann Albrecht und Günther Gößl. Das Vereinsabzeichen in Gold ging an Ludwig Ertl, Johann Lindner und Franz Mayerhofer. Für 25 Jahre Mitgliedschaft durften sich Karl Heuberger, Herbert Hirmer, Norbert Gößl, Donat Kiesl, Karl Kirner, Harald Striegl, Manfred Röbl und Andreas Zilbauer über das silberne Vereinsabzeichen freuen.
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