Feuerwehr rettet den Badeweiher

Zu einem ungewöhnlichen Großeinsatz sind rund 60 Helfer der Steinwald-Feuerwehren aus Fuchsmühl, Wiesau, Friedenfels, Voitenthan, Erbendorf, Siegritz und Thumsenreuth sowie aus Mitterteich, Waldsassen, Tirschenreuth, Wildenreuth und Kemnath mit ihren Einsatzfahrzeugen zum Badeweiher bei Fuchsmühl ausgerückt.

Der Badesaison drohte wegen des Wassermangels ein jähes Ende. Für Hilfe sind die Feuerwehren im Landkreis eine bewährte Adresse. Bernhard Schultes aus Erbendorf hatte die Idee, den Badeweiher durch Schlauchleitung aus anderem Teichen zu füllen. Der Einfall fand große Resonanz, schnell kamen Zusagen von den Kollegen. Die Fischbauern aus Kornthan waren einverstanden, das Reservoir des Kornthaner Weihers "anzapfen" zu lassen. Schließlich sind auch im Badeweiher allerhand Karpfen zu Hause, die wohl kaum überlebt hätten.

Ohne Blaulicht und Martinshorn, aber voller Tatendrang, rückten die Helfer an, legten rund 6500 Meter Schlauchleitung vom Kornthaner Weiher und installierten acht schwere Pumpen, die das Wasser rund 5000 Meter den leichten Berg hinauf nach Güttern transportierten. Den ungewöhnlichen Einsatz koordinierten Kommandant Wolfgang Stock aus Fuchsmühl, Kreisbrandinspektor Andreas Wührl und Kreisbrandmeister Stefan Gleissner. "Wir werden etwa 50 Stunden im Einsatz sein", so die Einschätzung von Wolfgang Stock.

Doch schon am Sonntagvormittag hatte der Badeweiher wieder ein taugliches Niveau erreicht. Bei den tropischen Temperaturen dauerte es nicht lange, bis die Erholungssuchenden dieses Angebot wieder nutzten.

Schaulustigen durften am Samstag die gemeinsame Aktion verfolgen, weder drängte die Zeit, noch war ein Menschenleben in Gefahr. Und das Interesse war groß, hatten viele doch schon die Badesaison "abgeschrieben". Vom Fortschritt der Mission "Rettet den Fuchsmühler Badeweiher" war auch Wolfgang Stock schwer beeindruckt - und natürlich von der nachbarlichen Hilfe. Dazu gehört auch die Metzgerei Rosner, die die Helfer mit einer kräftigen Brotzeit versorgte.

Der Fuchsmühler Gemeinde entstehen durch den Einsatz keine Personalkosten, da die Feuerwehren in diesem besonderen Fall ihr Ehrenamt mehr als nur wörtlich nehmen.
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