Feuerwehr verzeichnet mehr Einsatzstunden - Gerätehaus nur eine Frage der Zeit
Investitionen zahlen sich aus

"Alles ist in einem sehr guten Zustand", attestierte Thomas Kreinhöfner die volle Funktionalität sämtlicher Gerätschaften der Feuerwehr bei der Generalversammlung. "Wie sollte es auch anders sein, wenn wir fast alles neu haben", kommentierte der Gerätewart schmunzelnd seine Ausführungen.

Dass sich die mitunter kostspieligen Investitionen in den vergangenen Jahren gelohnt haben, verdeutlichte Kommandant Andreas Bogner in seinem Bericht über das vergangene Einsatzjahr. "57 mal wurde unsere Mannschaft zu den verschiedensten Einsätzen gerufen", so der Chef der Spritzentruppe. Das bedeute mit 782 Einsatzstunden ein Plus von 200 im Vergleich zu 2013. Vor allem bei der Anzahl der technischen Hilfeleistungen auf der Autobahn zeige der Trend weiter nach oben.

"Kein Kindergeburtstag"

Bogner dankte seinem Team, das aktuell 68 aktive Spritzenmänner umfasst. "57 Einsätze und 782 Stunden sind wirklich kein Kindergeburtstag", so der Kommandant. Hinzu kommen diverse Übungen und Fortbildungsmaßnahmen. Voller Freude verpflichtete er die Feuerwehranwärter Jonas Müller und Moritz Punzmann per Handschlag zum aktiven Dienst. Tobias Bergler, Michael Giehl, Florian Mayer und Thomas Neugirg zeichnete Bogner für eine zehnjährige aktive Dienstzeit aus. Matthias Schönberger und seinem Kommandantenkollegen Thomas Wilhelm überreichte er die Anstecknadel für 30 aktive Jahre. Zugleich informierte er die Anwesenden, dass Richard Franz und Berthold Raab Ende des Jahres im Rahmen der staatlichen Ehrungen für 40- bzw. 25-jährige Dienstzeit ausgezeichnet werden.

Mit der Einführung des Digitalfunks, der demnächst seinen erweiterten Probebetrieb aufnimmt, und der geplanten Abwandlung der Funkrufnamen wies Bogner seine Kameraden auf zwei wichtige Änderungen im kommenden Jahr hin. Zudem werde er für die Verteilung der Funkwecker eine eigene WhatsApp-Gruppe anlegen. Mit Hilfe dieser aktuellen Handy-Kommunikationsform können zum Beispiel aus Urlaubsgründen ungenutzte Geräte schnellstmöglich an funkweckerlose Kameraden weitergegeben werden.

Während dieser zeitgemäße Vorschlag bei den älteren Anwesenden für Stirnrunzeln sorgte, stieß er bei den jungen auf großen Anklang. Vorausblickend erwähnte Bogner den geplanten Gerätehaus-Neubau, der in den nächsten Jahren wohl unumgänglich sei. Dem pflichtete auch Bürgermeister Karlheinz Budnik im Namen des Stadtrates bei. Das Gremium hatte sich im Herbst bei einem Ortstermin selbst ein Bild von der beengten und verkehrsmäßig recht gefährlichen Situation am Spritzenhaus gemacht. Das Stadtoberhaupt wies allerdings darauf hin, dass der Bau eines neuen Feuerwehrhauses immer einen Kraftakt darstelle, der nur Hand in Hand zwischen der Stadt und den Feuerwehrkameraden bewältigt werden kann.

Gute Kooperation

Sehr gute kooperative Zusammenarbeit bescheinigte André Stessmann seinen Neuhauser Kollegen. Die Ortsfeuerwehren fahren, so der federführende Kommandant der Stadt, mittlerweile bei den Einsätzen alle unter einer Flagge. Einsatzbedingt sei die Zusammenarbeit dabei mit Neuhaus am engsten. "Ich bin froh, dass ihr bei Verkehrsunfällen auf der Autobahn die Absicherung übernehmt."

Auch ansonsten baue man mittlerweile auf ein gegenseitiges Aushelfen. Als Beispiel fügte er das Abbauen des Windischeschenbacher Maibaums an, wofür in diesem Jahr die Neuhauser Spritzenmänner die Absicherung übernommen hatten. Kameradschaftliches Miteinander ist zwischen den Stadtfeuerwehren mehr als eine Worthülse.
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