Feuerwehr Zessau trotz schwieriger Aufgaben voll motiviert
Hilfe keine Altersfrage

Seit 20 Jahren im aktiven Feuerwehrdienst sind Stefan Schreglmann ( links) und Jürgen Haas (vorne links). Hierzu gratulierten (von rechts) Vorsitzender Robert Reindl, Adjutant Hubert Farmbauer, Kommandant Markus Eichermüller, Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer und Bürgermeisterin Carmen Pepiuk. Bild: bjp
In bedrückender Erinnerung wird der Feuerwehr Zessau-Weihersberg der 17. Januar 2014 bleiben: Mit den Kameraden aus Pressath und Grafenwöhr wurde sie zu dem schweren Unfall auf der Staatsstraße 2665 bei Gänsmühle gerufen, wo die Kollision zweier Pkw zwei Todesopfer und vier Schwerverletzte forderte.

Unspektakulär waren drei weitere Einsätze, auf die Kommandant Markus Eichermüller in der Hauptversammlung (wir berichteten) blickte: Am 4. Januar galt es in Zessau, eine Ölspur zu beseitigen, am 24. und 25. Mai waren Verkehrssicherungsaufgaben beim Gemeinschaftshausfest zu erfüllen. Hinzu kam am 12. April eine Schauübung in Pressath, bei der die Löschzüge aus Eschenbach, Pressath, Zessau und Zintlhammer die Personenrettung bei einem Hausbrand vorführten. Ein Brandschutzwochenübung in Feilershammer war am 26. September angesetzt.

Für ein "außergewöhnliches Klangerlebnis", so Eichermüller, sorge die am 1. März auf dem Gerätehausneubau montierte neue Sirene: "Sie ist im ganzen Dorf und noch bis in den Nachbarkreis Tirschenreuth zu hören." Annähernd stabil blieb laut Vorsitzendem Robert Reindl die Mitgliederzahl: Sie belief sich zum Jahresende auf 133. Kommandant Eichermüller "befehligt" 30 erwachsene Aktive, darunter vier Frauen, sowie je einen weiblichen und männlichen Anwärter.

Er kündigte an, zusätzliche Übungstage einzuführen, und rief die aktive Wehr auf, die Übungen und Schulungen noch reger zu besuchen. Auch seien neue Mitglieder willkommen, wobei "Dienst am Nächsten keine Altersfrage" sei. Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer freute sich, dass man in der "gut aufgestellten" Zessauer Wehr weder Resignation noch Auflösungstendenzen erkenne.

Wenn Feuerwehren mancherorts vor der Auflösung stünden, so sei dies ein Verlust nicht nur fürs Gemeinschaftsleben: "Die Hilfe in Notfällen gestaltet sich schwieriger, denn die Ortskenntnis der kleinen Wehren ist unersetzlich." Für die Werbung neuer Mitglieder wünschte Tafelmeyer Erfolg: "Die Hauptsache ist, das Vereinsleben so zu gestalten, dass jeder sagt: Mir würde etwas fehlen, wenn ich nicht dabei wäre." Für 20 Jahre aktiven Dienst wurden Jürgen Haas und Stefan Schreglmann geehrt. Beifall gab es für Neumitglied Bürgermeisterin Carmen Pepiuk.
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