Feuerwehren Mädchen für alles

Bürgermeisterin Tanja Schiffmann (links), Kreisbrandrat Richard Meier (Dritter von links), stellvertretender Landrat Albert Nickl (rechts) und Kreisbrandmeister Martin List (Dritter von rechts) ehrten Herrmann Sellmeyer, Berthold Sparrer, Karl Wismann, Albert Heindl, Georg Hösl, Karl Pausch (vordere Reihe, von links) für 40-jährigen aktiven Dienst in der Feuerwehr Hammerles mit dem Staatlichen Feuerwehrehrenzeichen in Gold. Konrad Adam (Fünfter von links) und Reinhold Sparrer (Siebter von links) erhielten d

Mit dem Staatlichen Ehrenzeichen würdigt der Freistaat die hochqualifizierte Arbeit langjähriger Feuerwehrmänner. Acht Jubilaren galt Dank und Anerkennung.

Hammerles. (bey) In der Feuerwehr Hammerles waren am Samstagabend die Ehrungen für 40- und 25-jährige Dienstzeit von Feuerwehrmännern der Mittelpunkt des Kameradschaftsabends im Feuerwehrhaus. Albert Heindl, Georg Hösl, Karl Pausch, Herrmann Sellmeyer, Berthold Sparrer und Karl Wismann opfern seit vier Jahrzehnten ihre Freizeit zum Wohl der Allgemeinheit. Dafür überreichte stellvertretender Landrat Albert Nickl das Staatliche Feuerwehrehrenzeichen in Gold. Reinhold Sparrer und Konrad Adam erhielten die staatliche Auszeichnung in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst.

Nicht alltäglich

Im vollbesetzten Unterrichtsraum und im Beisein von Kreisbrandrat Richard Meier, Kreisbrandmeister Martin List, Kommandant Tobias Plößner und Vorsitzendem Markus Werner (beide Freiwillige Feuerwehr Parkstein) nannte Vize-Landrat Nickl den jahrzehntelangen aktiven Dienst der Wehrmänner etwas "nicht Alltägliches". Der Landkreis wäre ohne die Feuerwehren und deren Führungskräfte ärmer. Der Aufgabenbereich der Wehren habe sich geändert, nicht aber der Umfang der Tätigkeit. Die "Gründungsväter" der Wehren hätten damals, in Hammerles vor rund 130 Jahren, aus der Not heraus gehandelt und seither mit ihren Nachfolgern viel Gutes für die Heimat geleistet, lobte Nickl weiter.

Ein Woche Erholung

"Die Vielfalt der Aufgaben macht's aus." Die Feuerwehren als "Mädchen für alles" seien zum Dienstleiter für hochqualifizierte Arbeit geworden. Der Freistaat wisse dies zu schätzen, deshalb unterzeichne der Staatsminister des Innern, Joachim Herrmann, die Dankesurkunde. Neben Urkunde und Ehrenzeichen gab es als "Zuckerl" für die 40 Jahre aktiven Mitglieder einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim Bayrisch-Gmain. Bürgermeisterin Tanja Schiffmann lobte die Feuerwehrmänner für ihren Spagat zwischen Familie und Beruf, der notwendig sei, um die Aufgaben bei allen Wettersituationen und Tageszeiten erfüllen zu können.

Der Beitritt zur Feuerwehr als effektivste Selbsthilfeeinrichtung sei nicht mehr eine Selbstverständlichkeit. Jeder, der in der Feuerwehr Dienst leiste, tue dies im Bewusstsein, Hilfe für andere zu bringen, sagte die Rathauschefin. Die Jubilare hätten eine Vorbildfunktion und sich durch ihre lange Dienstzeit in hohem Maße ums Gemeinwohl verdient gemacht.

Kreisbrandrat Meier dankte für das "edle Wirken" der Feuerwehrmänner. Es zeige sich immer wieder, dass die Bevölkerung diese Leistungen anerkenne. Für das kommende Jahr kündigte der Kreisbrandrat die Einführung die Digitalfunks an. Diese technische Erneuerung mache es möglich, innerhalb von zehn Minuten bei einer großen Alarmierung über 500 000 Feuerwehrleute zum Einsatz bringen zu können.

Präsent des Landkreises

Vorsitzender Herrmann Sellmeyer und Kommandant Wolfgang Schraml schlossen sich den Glückwünschen an. Zusammen mit stellvertretendem Landrat Nickl, Bürgermeisterin Schiffmann und Kreisbrandmeister List überreichten sie den Jubilaren Urkunden, Ehrenzeichen und Geschenke des Landkreises.
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