Finanzdoping für das Internet

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Licht am Ende des Breitband-Tunnels signalisierte für viele kleinere Ortsteile der Stadtrat am Mittwoch: Die Breitbandversorgung wird hier endlich verbessert. Und noch dazu mit einer außerordentlich hohen Förderquote.

Laut Pressemitteilung der Stadt über die Ergebnisse der nichtöffentlichen Sitzung beträgt diese Quote 90 Prozent bei einem maximalen Förderbetrag von 850 000 Euro. Bei der Ausnutzung der Förderung und einer maximalen Investition von rund 950 000 Euro sowie einer interkommunalen Zusammenarbeit erhöht sich die Förderung um weitere 50 000 Euro. Diese Kooperation ist mit der Stadt Pegnitz für den Ortsteil Weidlwang fest geplant, so dass das Förderprogramm laut Verwaltung in maximaler Höhe ausgeschöpft werden kann.

Nicht weniger als 30 MBit

Förderfähig ist dabei eine Anbindung von 50 MBit, die in Teilbereichen auf 30 MBit reduziert werden kann (aber keinesfalls darunter). Gemeindebereiche, die bereits heute mit 30 MBit angebunden sind, können nicht gefördert werden. Ziel der Stadt ist es, mit der Investition von rund einer Million Euro möglichst viele Bürger mit schnellem Internet zu versorgen. Mit der Planung wurde die Firma "tic" in Leinburg beauftragt, die die Stadt bereits beim ersten Breitband-Förderprogramm beraten hat.

Technisch erfolgt der Ausbau so, dass vom Hauptverteiler in der Bahnhofstraße Glasfaserkabel zu den Kabelverzweigern in den Ortsteilen gelegt werden. Von hier aus kann bis zu einer maximalen Distanz von 500 Metern über bestehende Kupferleitungen die geforderte Leistung von 50 MBit erreicht werden. Im Stadtrat stellte José Banderas von "tic" die Planung vor, die auch darauf ausgerichtet ist, bislang nur schlecht angebundene Ortsteile besser zu versorgen und dabei möglichst viele Bürger für die zur Verfügung stehende Investitionssumme zu erreichen.

Viele surfen schneller

In der Karte rechts sind Gebiete, die bereits heute mit 30 MBit versorgt sind, gelb dargestellt. Grün sind Bereiche gekennzeichnet, die mindestens 16 MBit erreichen. Die blau eingefärbten Ortsteile liegen darunter. Die rote Umrahmung kennzeichnet die Gebiete, in denen der Ausbau stattfinden soll. Entsprechend den Zielsetzungen des Förderprogramms wird darin vor allem auch das Gewerbegebiet Lohe einbezogen und viele Ortsteile profitieren. Insbesondere Ohrenbach, Gunzendorf, Degelsdorf, Zogenreuth, Welluck, Nitzlbuch, Nasnitz und Teile Michelfelds werden wesentlich schneller surfen können. In gleicher Weise aber auch Weidlwang und Mühldorf, die über Pegnitz angebunden werden sollen.

Wichtig ist laut Stadtverwaltung, dass sich die Leistung auch in den Ortsteilen erheblich verbessert, in denen kein direkter Ausbau erfolgt, da die Leistung in den technisch vorgelagerten Orten erheblich größer wird. So ist nach der Planung etwa davon auszugehen, dass auch in Ranzenthal, Steinamwasser oder Ortlesbrunn künftig eine zehn- bis zwanzigfach verbesserte Datenleistung zur Verfügung steht. Der Stadtrat beschloss diese Ausbauplanung. Sie wird jetzt bei einer öffentlichen Ausschreibung auch auf der Homepage der Stadt (www.auerbach.de) dargestellt. Nach Eingang von Angeboten wird sich der Stadtrat mit den Kosten befassen und den Auftrag vergeben. Der Bieter ist dann verpflichtet, den zugesagten Ausbau binnen eines Jahres zu realisieren.
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