Finanzexperte informiert im Gasthaus "Hammerwirt" über optimale Geldanlage
Aktienfonds wie eine Ehe

(hfz) Rund 50 Zuhörer waren zum Informationsabend des Anlageberaters Confido-Invest ins Gasthaus "Hammerwirt" gekommen. "Nicht spekulieren, sondern investieren", war die einleitende Kernaussage des Referenten Alexander Heidenfelder vom Fondsmanagement-Unternehmen Aberdeen.

Wie aus der Pressemitteilung hervorging, erarbeitete Heidenfelder mit den Teilnehmern die Erwartungen gegenüber einer guten Geldanlage: Rendite, Sicherheit, Flexibilität, Transparenz, steuergünstig lauteten die Vorgaben. Zehnjährige Bundesanleihen bringen derzeit rund 0,6 Prozent Zinsen. Zudem erklärte der Fachmann, dass indirekt viele deutsche Sparer in genau solchen Anlagen investiert haben, ohne es zu wissen. Denn hinter einer kapitalgedeckten Lebensversicherung stecken oft diese Papiere und weitere Anleihen. Nach Abzug der Inflationsrate und der anteiligen Steuer entsteht für den Sparer ein klares Minus. Damit verwies der Redner auf die "Alternativlosigkeit der Aktien" im heutigen Umfeld.

Als Privatmann Einzeltitel auszuwählen, erschien Heidenfelder für die breite Masse der Anleger zu riskant. "Doch durch die Investition in exzellent gemanagte Investmentfonds wird eine Anlage in Aktien weltweit oder in Asien auch wegen der breiten Streuung sicherer." Vor allem das scheibchenweise Investieren in Form von regelmäßigen monatlichen Sparplänen beuge dem Risiko vor, einen falschen Einstiegszeitpunkt zu wählen.

Der Sprecher verglich den Vermögensaufbau durch einen Aktienfonds mit der Ehe. In beiden Fällen gebe es ein emotionales und eventuell auch ein finanzielles Risiko sowie Schwankungen. "Langfristig bringen Aktien diesen vorhin genannten Mehrwert in Form von Rendite."

Heidenfelder erläuterte abschließend die Perspektiven für deutsche Sparer mit Sicht auf die kommenden Jahre. Dabei machte er deutlich, dass unter anderem wegen des sehr expansiven Vorgehens der Europäischen Zentralbank die Verzinsung bei klassischen Anlagen - sei es Sparbuch, Festgeld, Bausparvertrag oder Lebensversicherung - noch für längere Zeit nahe der Nulllinie liegen. Für die Politiker gebe es durch hohe Schulden kaum einen Ausweg, Sparer würden im gleichen Zuge schleichend immer ärmer. Handeln sei gefragt. "Durch abwarten und lamentieren wird nichts besser", beendete der Referent seinen Vortrag.
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