Finanzschub für Gemeindebund

Die EU lässt sich eine nachhaltige Stadt-Umland-Entwicklung eine Stange Geld kosten. Das "Brückenland-Bayern-Böhmen" will ein Stück vom Kuchen abhaben.

Die LAG "Brückenland-Bayern-Böhmen" bildet eine interkommunale Allianz. Die zwölf zusammengeschlossenen Kommunen des südlichen Oberpfälzer Waldes bewerben sich um die Aufnahme in das EFRE-Förderprogramm "Nachhaltige Stadt-Umland- Entwicklung". Ein möglichst großer Nutzen für die Region ist die Zielsetzung.

LAG-Geschäftsführer Manuel Lischka informierte den Gemeinderat sehr detailliert über den EU-Fördertopf, sprach von einem "Städtebauförderungsprogramm plus", ging auf die Fördervoraussetzungen und die Handlungsfelder ein. Die interkommunale Kooperation muss mindestens 20 000 Einwohner, eine Stadt und eine Lead-Kommune ausweisen. Die Stadt Schönsee sei die Antragstellerin. Das neu aufgelegte Förderprogramm zeichne sich vor allem durch eine finanziell gute Ausstattung - Fördersätze zwischen 70 und 80 Prozent - aus. Es halte den Eigenanteil der Gemeinden vergleichsweise niedrig, führte der Sprecher aus.

Die LAG beziehungsweise die Leerstandsoffensive "Brückenland-Bayern-Böhmen" praktizieren bereits seit einigen Jahren durch ihre interkommunale Zusammenarbeit die Voraussetzungen für eine Aufnahme in dieses Förderprogramm. Die Bewerbungsphasen I (Interessenbekundung) und II (konkrete Problemschilderung) sind bereits abgeschlossen. In der dritten und letzten Stufe ist bis zum 15. Dezember ein Entwicklungskonzept mit Handlungsfeldern und Zielsetzungen vorzulegen. Aus der sieben Punkte umfassenden Auflistung zog das Gremium "Kultur- & Naturerbe im städtischen Umland", "Revitalisierung von Konversions- und Brachflächen sowie Gebäudeleerständen" und "Hochwasserschutz" in die engere Wahl.

In der Aussprache verwies Bürgermeister Alois Böhm auf die hohen Fördersätze. Dieses neue Programm eröffne auch die Gelegenheit, quer durch die LAG-Allianz "Leuchtturmprojekte" zu verwirklichen und Maßnahmen umzusetzen, die durch das Förderraster fielen. Unabhängig von einem Projekt in der Gemeinde Schwarzach sollte diese Allianz unterstützt und sich an der Gemeinschaftsaktion beteiligt werden. Die Kosten für ein Entwicklungskonzept liegen bei circa 50 000 Euro. Die Einwohner-Umlage beläuft sich bei einem Fördersatz von 80 Prozent auf rund 75 Cent. Sie beträgt für die Gemeinde Schwarzach 1108 Euro. Der Gemeinderat billigte das Erstellen eines Entwicklungskonzeptes.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.