Finanzspritze für Kindertreff

"Wir warten aufs Christkind" kostet ein hübsches Sümmchen. Deshalb spenden die Markträte die Dezember-Sitzungsgelder je zur Hälfte an die Jugendbeauftragte für die Ausrichtung dieser Veranstaltung und an die Bücherei.

"Der zuletzt von über 100 Kindern besuchte Termin darf nicht einschlafen", plädierte Bürgermeister Rudolf Götz für die Beibehaltung der Veranstaltung an Heiligabend. Mit Sponsoren, Elternspenden und über die Vereinsgemeinschaft sollen die Kosten von etwa 1500 Euro gedeckt werden.

Ohne Diskussionen verabschiedete der Marktrat die Jahresrechnung 2013. In Einnahmen und Ausgaben belief sich der Haushalt auf 3,04 Millionen Euro. 1 775 531 Euro umfasste der Verwaltungs- und 1 264 120 Euro der Vermögenshaushalt. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt betrug 235 660 Euro, die Rücklage erhöhte sich um 73 880 auf 337 049 Euro.

Alles beantwortet

Die Schulden kletterten durch einen Kredit (310 000 Euro) und eine Tilgung (83 206 Euro) von 938 077 auf 1,165 Millionen Euro. Die Fragen, die der Rechnungsprüfungsausschuss unter dem Vorsitz von Hermann Prechtl (UPW) stellte, beantwortete der Bürgermeister sofort: "Der Turnus der Klärschlamm-Untersuchung ist halbjährlich, eine Rechnung für Planierarbeiten bezog sich auf das Auftragen von Fräsmaterial auf einen Waldweg, und die Feuerwehr hat eine eigene Tankkarte bekommen, um getrennt vom Bauhof abrechnen zu können."

Der Marktrat genehmigte einstimmig den Bauantrag von Hermann und Stefanie Teicher. Sie errichten in Hannersgrün ein Haus mit Doppelgarage. Die Kosten für die Erschließung tragen die Bauherren. Diskussionen gab es um den Antrag von Adelheid und Bernd Bauer für den Neubau einer Holzlege und eines Bienenhauses in Kohlberg. Ein Problem sahen einige Räte bei der Versickerung des Oberflächenwassers. Am Ende sprach sich der Marktrat mit 10:1 Stimmen für die Pläne aus. Am Ahornweg, auf Höhe des Anwesens Roith, wird die Gefahrenstelle mit einem Verkehrsspiegel entschärft. Reinhard Ponitz kritisierte, dass am Container-Standort zu wenig Schotter aufgetragen worden sei.

"Der Radweg Kohlberg - Etzenricht nimmt Formen an. Ich hoffe, dass die Eigentümer ihren Grund hergeben", informierte Bürgermeister Götz über ein Gespräch mit dem Straßenbauamt. Durch breiter angelegte Wegstücke könnten Kosten gespart werden, wenn dafür Zufahrten für Feld- und Waldwege entfielen. Der Radweg soll parallel zur Staatsstraße verlaufen. Die Nutzung eines abgelegenen Wegstücks, wie von Gerd Hiltl (UPW) vorgeschlagen, ist nach Einschätzung des Rathauschefs nicht möglich. Im Baugebiet "Im Meister" wurde ein weiteres Grundstück verkauft, fügte Götz an, drei Parzellen seien reserviert.

Michael Klein von der Verwaltungsgemeinschaft informierte über den Stand bei der Breitbandversorgung. Derzeit laufe die Bedarfsanalyse. Auf neue technische Varianten wies Götz hin. Beispielsweise könnten einzelne Haushalte mit Glasfaserkabeln angebunden werden. Groben Schätzungen zufolge geht die VG von knapp einer Million Euro Kosten aus. Die Kommune müsste anteilig 150 000 Euro bezahlen.

Telekom rüstet auf

Die Telekom plant den Mobilfunkausbau im Gemeindebereich, erfuhren die Markträte. Möglicherweise soll der Mast auf dem Kohlberg mit LTE-Technik und Internet der dritten Generation aufgerüstet werden. Termin ist das dritte Quartal 2015. Die Entscheidung trifft die Telekom, die Gemeinde hat kein Mitspracherecht.
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