Flächendeckende Versorgung

Breitbandversorgung und Internetanbindung sind keine Aufgaben der Kommune. Aber in Gebieten, in denen die Privatwirtschaft nicht greift, unterstützt der Staat.

In enger Abstimmung mit den Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Schwarzenfeld beauftragte die Gemeinde Schwarzach das Planungsbüro Ledermann aus Freising mit der Grundlagenermittlung der vorhandenen Breitbandinfrastruktur. Diese vorbereitende Übersicht bildet die Grundlage zum Einstieg in das Breitbandförderprogramm.

Bürgermeister Alois Böhm begrüßte den beratenen Ingenieur vom gleichnamigen Planungsbüro und dankte dem anwesenden Breitbandpaten der VG, Alexander Schmid, für seine wertvolle Arbeit. Zum Erreichen der Basisversorgung schulterte die Gemeinde bereits 10 700 Euro.

"Die Breitbandversorgung und Internet sind keine Aufgaben der Kommune", erklärte Ledermann, "aber in Gebieten, wo die Privatwirtschaft nicht greift, unterstützt der Staat". Das Land Bayern stellt mit einem Programm zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Die Bayerische Breitbandförderrichtlinie fordert 30 bis 50 Mbit und mehr pro Sekunde. Laut Breitbandatlas des Bundes als Referenz liegt in der Gemeinde Schwarzach bei Nabburg eine Unterversorgung vor. Aktuell bieten zum Beispiel die Deutsche Telekom, E-Plus Mobilfunk und Vodafone eine Breitbandversorgung größer als 1 Mbit/Sekunde an. Die Bayerische Förderrichtlinie ist am 1. Juli 2014 von Brüssel freigegeben worden und sie "geht in die Vollen mit 30 bis 50 Mbit", fügte der Sprecher an. Planungsziel beim Ausbau ist eine flächendeckende Versorgung der gesamten Gemeinde unter Nutzung der Bayerischen Breitbandförderrichtlinie.

Als Technologie stehen zurzeit Kupferleitungen zur Verfügung, aber Glasfaser ist die Zukunft. Laut dieser Richtlinie beträgt die Höchstförderung eine Million Euro für eine Kommune mit den Fördersätzen von 60, 70 oder 80 Prozent der Deckungslücke. Bei der Fördersumme von 840 000 Euro - das entspricht einer Quote von 80 Prozent - muss die Gemeinde 1 050 000 Euro investieren und der Eigenanteil liegt somit bei 210 000 Euro.

Ab Frühjahr 2016

In den weiteren Darlegungen ging der beratende Ingenieur auf die Verfahrensschritte der Breitbandförderrichtlinie ein. Zuerst erfolgt die Bestandsaufnahme im gesamten Gemeindegebiet und das Markterkundungs-Verfahren ist durchzuführen. Mit dieser Vorgehensweise muss ermittelt werden, ob Investoren einen eigenwirtschaftlichen Ausbau in den kommenden drei Jahren planen und welche Bandbreiten realisiert werden. Die Markterkundungs-Ergebnisse werden dokumentiert und auf der Internetseite der Gemeinde sowie auf dem zentralen Online-Portal (www.schnelles-internet-in-bayern. de ) veröffentlicht.

Nach Abschluss des Auswahlverfahrens fällt die Entscheidung im Gemeinderat. Als Baubeginn könnte Frühjahr 2016 angepeilt werden. Das Gremium fasste folgenden Beschluss: Als vorläufiges Erschließungsgebiet wird das ganze Gemeindegebiet festgelegt und das Markterkundungs-Verfahren ist einzuleiten.
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