Flanieren im Lichtermeer

Mitglieder der Frauen-Union bereiteten heiße Maronen auf einem alten Ofen aus Omas Zeiten zu. Bild: gi

Bei idealem Wetter war der Burgtreswitzer Weihnachtsmarkt wieder ein besonderer Besuchermagnet. Es hatte sich wieder gezeigt, dass die Veranstaltung unter den vielen ähnlichen in der Oberpfalz einen besonderen Platz einnimmt.

Im Glanz unzähliger Lichter und betört vom Duft von Glühwein, Feuerzangenbowle oder Gegrilltem war der romantische Markt mit seinen 50 Handwerkern, Händlern, Hobbykünstlern und Vereinen zu einem unvergesslichen Ereignis für Tausende von Gästen. Das historische Ambiente des früheren Pfalzgrafenamts strahlt einen eigenen und ganz speziellen Charme aus.

Riesiges Angebot

Im Lichtermeer flanierten die Besucher durch die herrlich dekorierte Budenstadt im neuen Saal, den Weinkeller, den ehemaligen Stall, die Wirtsstuben und andere Räume des Schlosses. Die Auswahl an Speisen war groß: Grillspezialitäten, Kartoffel- und Käseschmankerl, Backwaren, Wildbratwürste, Schafprodukte und viele andere Gerichte mit Namen wie "Ritter-Zipfel", "Weihnachtszwiebeln oder Materepfanne" oder "Langosch". Aus dem Umkreis von 100 Kilometern waren die Besucher gekommen, um am adventlichen Treiben teilzunehmen. Das Angebot war riesig: Holzschnitzer, Töpfer, Näh-, Strick- und Wollsachen, Rechenmacher, Besen und Bürstenbinder, eine Klöpplerin, Glasgraveure, Holzdrechsler oder Laubbogensäger ließen sich bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Briefe ans Christkind

Außerdem gab es Krippen, mittelalterliche Gebrauchsgegenstände, Seifen, Wünschelruten, Schmuck,- Deko-Artikel in allen Variationen, Nähsachen, selbst gemachte Liköre, Imkererzeugnisse, Marmeladen und Wundersäfte aus der Hexenküche, Leckereien, heiße Schokolade, Gebäck bis Pizza und allerhand Sachen vom "Fränkischen Kreema". Die Kinderbetreuung der Spielgruppe "Gensbloud & Geschling" hatte sehr guten Zulauf. So konnten die Eltern endlich einmal richtig durch den Weihnachtsmarkt schlendern. Die Buben und Mädchen durften im Himmlischen Postamt ihre Wünsche ans Christkind schreiben. An anderen Ständen probierten die Kleinen das Gießen von Wachssternen, Laubsägearbeiten, Bogenschießen oder Plätzchenbacken.

Das musikalische Programm mit dem Posaunenchor Vohenstrauß, den Straßenmusikanten, der Musikschule Moosbach, dem Moosbacher Bläserquartett, den Grenzland-Jagdhornbläsern und dem Kinderchor Waldau konnte sich ebenfalls hören lassen. Höhepunkt an beiden Tagen war der Besuch des Christkinds (Lena-Marie Koller), das seine Weihnachtsbotschaft vortrug und dafür Riesenbeifall erhielt. Große Freude herrschte bei den Kindern, als vom Christkind und den Engeln (Anna Liegl und Amelie Schön) Geschenke bekamen. Der Vorsitzende des Fördervereins Schloss Burgtreswitz, Peter Garreiss, freute sich auch über die vielen Ehrengäste und dankte allen und Helfern für das enorme Arbeitspensum. Ohne sie wäre es nicht möglich eine Veranstaltung dieser Größenordnung durchzuführen. Als sehr positiv sah es Garreiss, dass immer mehr Händler und Teilnehmer in historischer Kleidung zum Weihnachtsmarkt kommen und damit das historische Ambiente unterstreichen.
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