Fleißige Schüler

Größte Hürde sei die Sprache, bestätigte Manfred Wichmann, Berufsschullehrer an der Europaberufsschule Weiden. Er koordiniert dort die Flüchtlingsklassen, in denen Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 21 Jahren ihre Berufsschulpflicht erfüllen. Derzeit sind es in Weiden 78 Schüler aus 15 Nationalitäten in vier Klassen.

Schwierig sei das unterschiedliche Niveau in der Sprache. So seien zwar einige der Flüchtlinge in der Heimat in höhere Bildungsstätten gegangen, andere hätten noch nie eine Schule besucht.

"Alle Schüler der Flüchtlingsklassen sind sehr dankbar für einen Schulbesuch", berichtet Wichmann. "Am liebsten würden sie auch in den Ferien zur Schule gehen." Allerdings dürfen sie nur zwei Jahre hier lernen. Im Gegensatz zu Deutschen, bei denen es drei Jahre sind. Betrachte man die Sprachkenntnisse, so erscheine dies zu wenig.

Schwierig sei es mit Praktika, da dies unter den Begriff Arbeiten falle. Das aber dürften Flüchtlinge nicht. Christian Balke, Sozialpädagoge der Europa-Berufsschule, bestätigte, dass alle Flüchtlinge, die bisher ein Praktikum geleistet hätten, am liebsten von ihren Betrieben eingestellt worden wären.

"Es gab keine einzige negative Rückmeldung. Alle zeigten nur sehr gute Leistungen und große Leistungsbereitschaft." (dip)
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