Fleißkärtchen und Frakturschrift
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Kemnath. (bjp) Tafel statt Beamer, anmutige Frakturschrift und ehrfurchtheischendes Königsportrait im Lesebuch, das Schönschreibheft mit den wie gemeißelt wirkenden Sütterlinbuchstaben, bunte "Fleißkärtchen" mit einer "Belobung des Fleißes und der guten Sitten": Zu einer Zeitreise in den Schulalltag unserer Groß- und Urgroßeltern lädt das Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum seine Besucher ein.

Als Reverenz an die "Respekt und Anerkennung verdienende" Schulgeschichte Kemnaths wolle er die neue schulgeschichtliche Sonderschau in der Fronveste verstanden wissen, betont Museumsleiter Anton Heindl: "Unsere Stadt ist seit vielen Jahrhunderten Schulstadt, das Franziskanerkloster besaß im 18. Jahrhundert sogar einen Lehrstuhl für Philosophie." Wie viel sich in dieser langen Zeit auch gewandelt haben mag, eines gilt heute wie einst: "Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir." Dieses fast 2000 Jahre alte Diktum des römischen Philosophen Seneca wählte der Heimatkundliche Arbeits- und Förderkreis (HAK) als Ausstellungsmotto.

Die Sonderausstellung über das "Schulwesen in alter Zeit im Kemnather Land" kann bis zum 29. November jeden Sonntag von 14 bis 16 Uhr, am ersten Sonntag des Monats zusätzlich von 10 bis 12 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.
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