Fließender Übergang

Der Sulzbach soll ökologisch ausgebaut werden. Die Markträte zeigten sich am Dienstag in der Sitzung nach der Vorstellung der Vorentwurfsplanung angetan. Bürgermeister Hans Frankl sprach von einem "Alleinstellungsmerkmal".

Das Projekt hat "eine längere Vorgeschichte", wie Anne Wendl vom Ingenieur-Büro landimpuls bemerkte. Bereits vor einem Jahr hatte das Gremium das Ausbaugebiet besichtigt. Konkret soll der Sulzbach auf einer Länge von 1,6 Kilometer zwischen dem südlichen Ende der Grubmühlstraße und der Gemeindegrenze Bruck/Nittenau ausgebaut werden.

1,4-Millionen-Projekt

Es sind unter anderem Rückhalteflächen für Regenwasser geplant, was dem Hochwasserschutz dient. Außerdem steht die Renaturierung im Fokus. Wendl erklärte: "Die Menschen sollen zum Sulzbach geführt werden und ihn als Naherholungsgebiet nutzen können." Es entstehen weiterhin neue Bachmäander. Der betreffende Bachabschnitt (rund 1,6 Kilometer) wird nach der Renaturierung eine Länge von etwa zwei Kilometer betragen.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,45 Millionen Euro. Darin sind bereits der Grunderwerb und die Baunebenkosten enthalten. Das Wasserwirtschaftsamt stellt dem Markt einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent in Aussicht. Nicht förderfähig sind allerdings die Ausgleichsmaßnahmen für das Gewerbegebiet "Am Sand" sowie das Baugebiet "Häubelberg" und die Grundstückskäufe, deren Kosten sich auf rund 370 000 Euro belaufen. Heißt: Für die reine Renaturierung muss der Markt rund 258 000 Euro investieren.

Ein Teil des Gebietes, das ausgebaut wird, gehört dem staatlichen Bauamt. Die Ausgaben für diesen Bereich sind nicht in den Kosten mit eingerechnet. Allerdings erklärte Christian Götz vom Wasserwirtschaftsamt: "Der Markt Bruck tritt als Maßnahmenträger auf." Das ist insofern wichtig, weil laut der Beschlussvorlage eine "Kostenübernahme durch den Freistaat Bayern kostenneutral für den Markt Bruck" angestrebt wird.

Fertigstellung bis 2018

Das Gremium sprach sich einstimmig dafür aus, dass Bürgermeister Frankl die Entwurfs- und Genehmigungsplanung vergeben darf. Die Maßnahme soll nach Vorliegen der wasserrechtlichen Genehmigung und des Zuwendungsbescheides oder der Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn im kommenden Jahr begonnen und spätestens 2018 abgeschlossen werden.
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