Florian leuchtendes Vorbild

Pater Hans Junker spendete dem Tragkraftspritzenanhänger den kirchlichen Segen. Bild: jr

Eine schlagkräftige Truppe stellt die Freiwillige Feuerwehr Königshütte dar. Noch besser ausgerüstet ist sie mit dem Tragkraftspritzenanhänger, mit großer Unterstützung der Gemeinde beschafft und aus eigenen Mitteln ausgestattet.

"Ausgewandert" war am Sonntag die Feuerwehr Königshütte nach Zirkenreuth. Die Wehr feierte dort 135. Geburtstag, verbunden mit der Segnung ihres gebraucht gekauften Anhängers. Begonnen hatte der Festtag mit einem imposanten Kirchenzug. Ihm folgten, angeführt von der Mitterteicher Stadtkapelle, 25 Vereine aus der Gemeinde und darüber hinaus. Zum feierlichen Glockengeläut der Leonberger Pfarrkirche, direkt eingespielt ins Festzelt, marschierten die Feuerwehren ein. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Stadtkapelle umrahmt. Pater Hans Junker fand es schön, wenn sich Menschen zusammentun, um Menschen in Not zu helfen. "Sie machen dies oft ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit, ja oft sogar ohne Rücksicht auf ihr Leben", lobte der Geistliche. "Was wäre unsere Gesellschaft ohne die Feuerwehr? Sie wäre einfach ärmer."

In seiner Predigt brachte er den Feuerwehren ihren Schutzpatron, den heiligen Florian, näher. Geboren in Wien, starb Florian später durch Ertränken den Märtyrertod in der Enns. "Obwohl er gefoltert wurde, gab er seinen Glauben an Gott nicht auf", würdigte der Geistliche das Leben des Heiligen, der seine verfolgten Glaubensbrüder retten wollte. "Auch Florian wollte helfen, kam dabei selber in Gefahr und später auch ums Leben."

Pater Junker erinnerte daran, dass die Kameraden ihren Dienst in der Feuerwehr freiwillig tun, ohne jeden Zwang. "Sie opfern viele Stunden ihrer Freizeit, um bereit zu sein, wenn ihre Hilfe gefragt ist. Feuerwehrmänner und -frauen sind uns allen ein Vorbild." Ihr Dienst werde geleistet unter dem Motto "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr". Pater Junker wusste, dass eine Feuerwehr mehr ist als nur ein Verein. "Ihr zeigt uns, auf euch ist Verlass, wenn wir Hilfe brauchen." Der Prediger war sich sicher, dass dieser Dienst einmal seinen Dank finden wird. "Ihr seid bei euren Einsätzen nicht allein, Gott begleitet euch."

Danach segnete Pater Hans Junker den neuen Tragkraftspritzenanhänger. Mit der Bayernhymne endete der Festgottesdienst. Anschließend gratulierten die Ehrengäste der Wehr zu ihrem 135. Geburtstag und zur Indienststellung des Anhängers. Landratsvertreter Roland Grillmeier dankte der Wehr für die Arbeit, vor allem bei der Umgestaltung und Ausstattung des Anhängers. Im Auftrag des Landkreises überreichte er dafür eine Spende. Bürgermeister Johann Burger zeigte sich stolz auf die Königshüttener Wehr. Er lobte die tolle Vereinsarbeit und den Zusammenhalt und war sicher, dass die Wehr die Herausforderungen der Zukunft meistern wird.
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