Flotte Sprüche von der Kanzel

"Man muss Gott für alles danken, auch für die Franken" und "Gott erhalt's, die Oberpfalz" - mit diesen Sprüchen bewies der frischgebackene Dekan Pater Markus Flasinski schon mal Schlagfertigkeit und Humor.

Der Geistliche war mit einer feierlichen Vesper in sein Amt eingeführt worden.

Bei den Grußworten spielte die grenzübergreifende Funktion des Dekans zwischen Auerbach und Pegnitz eine nicht unwesentliche Rolle. So erinnerte Regionaldekan Dr. Josef Zerndl daran, dass ursprünglich einmal Pegnitz als Hauptsitz des Dekanats Auerbach-Pegnitz im Gespräch gewesen sei. Allerdings hatten die damaligen Verantwortlichen darauf bestanden, auch die Oberpfalz im Bistum Bamberg hervorzuheben.

Eine Aufbruchstimmung

Bürgermeister Joachim Neuß überbrachte die Grüße seines Pegnitzer Kollegen Uwe Raab, und betonte auf scherzhaft, dass man nun schon wieder mit der oberfränkischen Stadt teilen müsse. Neuß hatte aber auch eine fröhliche Aufbruchstimmung in der katholischen Pfarrei wahrgenommen, seit Pater Markus als Pfarrer im Amt sei und wünschte dem neuen Dekan alles Gute für seine zusätzlichen Aufgaben.

Neuß überreichte ein "Kraftpaket" mit diversen gesundheitsfördernden Kleinigkeiten. Vom Auerbacher Dekanatsratsvorsitzenden Herbert Appl gab es einen Korb mit Brot aus Pegnitz, Wurst aus Auerbach und Bier aus Pottenstein. So bekäme Pater Markus aus seinen drei Seelsorgebereichen gleich die richtige Gabe mit auf den Weg. Für die künftige Zusammenarbeit versprach Appl allseitige Unterstützung. Auch der evangelische Dekan Gerhard Schoenauer aus Pegnitz beglückwünschte seinen neuen katholischen Kollegen und erinnerte an die vielen gemeinsamen ökumenischen Wege, die man schon gegangen sei. Er wünschte sich weiter eine gute Zusammenarbeit und schloss mit den Worten: "Die evangelischen Christen liebäugeln nicht mit den Katholiken, sie lieben sie!"

Zuvor hatte Regionaldekan Zerndl die Insignien an Markus Flasinski überreicht. Ein bronzenes Dekanskreuz und das -siegel. Zerndl erläuterte die ungewöhnliche Wahl der Feier und des Tages. "Nach der Wahl des neuen Dekans haben wir uns Gedanken über die Einführung gemacht. Bis Weihnachten sind aber alle Sonntage anderweitig belegt und so entschieden wir uns für die Form einer Vesper an diesem Dienstagabend."

Viele Abordnungen

Mit alten Psalmen und Gesängen begleitete die Dekanats-Männerschola unter der Leitung von Ottmar Schmitt die liturgische Feier. Die Schwestern des Mutterhauses waren ebenso gekommen wie zahlreiche Ministranten aus den einzelnen Gemeinden sowie eine Abordnung des Stadtrates. Auch Landrat Richard Reisinger machte seine Aufwartung. Nach der Vesper lud der neue Dekan in die Arche zu einem Umtrunk ein.
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