Flüchtlingskinder benötigen Schulmaterialien
Es fehlt an allem

Tirschenreuth.(lli) Zurück auf den Schulbänken: Für 3500 Schüler begann am Dienstag wieder der Ernst des Lebens. Unter den aufgeregten Schülern befanden sich auch 34 Flüchtlingskinder. "Die detaillierten Zahlen wurden erst am Dienstag bekannt, da viele unangemeldet vor den Schulen standen", erzählt Schulamtsdirektor Wolfgang Krauß. Die Grundschulen Waldsassen, Mitterteich, Tirschenreuth, Erbendorf, Krummennaab und Wiesau sind nun Lehrstätten für insgesamt 17 Flüchtlingskinder. Auch besuchen 15 Asylbewerber die Mittelschulen in Waldsassen, Mitterteich, Tirschenreuth, Kemnath und Wiesau.

Da sich die neuen Schüler vorwiegend auf die Klosterstadt konzentrieren, entschied sich die Mittelschule dazu, mindestens vier Wochen lang täglich zwei Stunden Deutsch zu unterrichten. Die Flüchtlingskinder sollen dann nach und nach in den Regelschulbetrieb und in die Klassen integriert werden. Einen 16-jährigen Albaner, der die Waldsassener Mittelschule besuchen wollte, verwies man - aufgrund seines Alters - an die Berufsschule. Ein syrisches Mädchen besucht ab sofort die Eingliederungsklasse des Stiftland-Gymnasiums.

Trotz der Hilfsbereitschaft von Lehrern und Mitschülern gibt es ein großes Problem an den Schulen: "Die Kinder haben keinerlei Ausstattung. Es fehlt wirklich an allem. Von Papier, hin zu Stiften und Schultaschen. Spenden werden daher gern angenommen", verweist der Schulamtsleiter auf den Notstand.

Ob in den nächsten Tagen noch weitere Flüchtlingskinder an die Schulen kommen, ist noch unklar: "Wir hoffen natürlich auf eine Stabilisierung, da permanente Unruhe nicht förderlich für das Klassenklima ist", so Wolfgang Krauß. Das Kultusministerium hat zur Unterstützung der Lehrkräfte ein Online-Portal gestartet.
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