Fluorchemie Stulln präsentiert sich in der Bürgerversammlung
Sicherheit als oberste Prämisse

Bürgermeister Hans Prechtl (links) überreichte Geschäftsführer Herbert Zweck die Chronik der Gemeinde Stulln. Bild: ohr
Stulln. (ohr) Auf Anregung von Bürgermeister Hans Prechtl bietet die Bürgerversammlung der Gemeinde Stulln örtlichen Betrieben eine Plattform zur Vorstellung ihrer Firmen. Heuer nutzte der Geschäftsführer der Fluorchemie Stulln (FCS), Herbert Zweck, die Gelegenheit, die zahlreichen Besucher mit der Struktur des Unternehmens vertraut zu machen.

Laut Zweck sind bei der FCS 10 Frauen und 62 Männer beschäftigt. Mit sieben Auszubildenden liege die Quote bei zehn Prozent. Von der gesamten Grundstücksfläche des Industrieparks von 26 Hektar stehen 3,5 Hektar dem Werk mit eigener Wasserversorgung und Kläranlage zur Verfügung.Trockener Flussspat und Schwefelsäure werden vermischt und in einem Drehrohrofen erhitzt. Bei dieser chemischen Umsetzung entstehen Flusssäure und Anhydrit im festen Zustand. "Flusssäure ist ein Schlüsselrohstoff der Industrie", so der Geschäftsführer. Sie wird unter anderem zur Herstellung von Aluminium, bei Maschinen und Werkzeugen aus Edelstahl, als Halbleiter in der Industrie und bei neuartigen Kältemitteln - ein wichtiger Zukunftsmarkt - gebraucht.

Das zweite Produkt "Anhydrit" ist ein Baustoff mit der Hauptanwendung als Fließestrich. Die Fluorchemie Stulln bildete bisher 44 Mitarbeiter aus, betonte Geschäftsführer Herbert Zweck. Aktuell bietet das Unternehmen Ausbildungsplätze für Chemielaboranten, Chemikanten, Industriemechaniker, Elektroniker und Industriekaufleute an. Der Bewerbungsschluss für nächstes Jahr ist der 31. Oktober 2015. "Die FCS fühlt sich in Stulln wohl", fasste Zweck zusammen. Oberste Prämisse sei die Sicherheit der Mitarbeiter und der Bevölkerung. "Ich bin stolz, ein Stullner zu sein", fügte Zweck hinzu.

Ein schriftlicher Antrag zur Bürgerversammlung lag nicht vor. Hinsichtlich der Verbindungsstraße Herzendamm-Brensdorf verlas Bürgermeister Prechtl ein Schreiben von Josef Schrott. Prechtl fand es nicht korrekt, dass zuerst die Presse eingeschaltet worden sei. Übrigens liege ein einstimmiger Beschluss des Gemeinderats von 2006 zur Sperrung dieser Gemeindeverbindungsstraße vor - eine Entscheidung mit Augenmaß.

Die Unterhaltskosten

Hermann Fick, Landwirt von Brensdorf, bemängelte, dass für diesen Weg kein Geld für Ausbesserungen in die Hand genommen wurde. Die Notwendigkeit dieser Verbindung sei zu bedenken, unterstrich der Bürgermeister. Die landwirtschaftlichen Grundstücke in diesem Bereich seien zweifach erschlossen. Bei einer Abstufung der Gemeindeverbindungsstraße zu einem Feld- und Waldweg entfallen alle Unterhaltslasten auf die Anlieger.
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