Fördergelder fließen

Fördergelder von maximal 350 000 Euro stellt das Amt für Ländliche Entwicklung für die Dorferneuerung Bühl bereit. Bürgermeister Alwin Märkl gab dies bei einer Ortsversammlung bekannt. Die Behörde stehe der Maßnahme positiv gegenüber.

(sche) Architekt Michael Dittmann veranschaulichte, unterstützt von Rainer Rubenbauer, in einer Präsentation den eng mit den Bürgern abgesprochenen Maßnahmenplan. In das Vorhaben eingebunden ist auch das Fischerzentrum Bühl mit seinem Vorsitzenden Hans-Hermann Lier vom Fischereiverein Amberg.

Der Zeitplan sieht vor, dass gemäß Beschluss des Gemeinderates 2016 mit der Wiederherstellung des Wehres am Fensterbach zur Bewässerung des Mühlbaches begonnen wird. Dabei wird die dortige Brücke abgebrochen und eine mit Wasserbausteinen befestigte Furt angelegt. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) begrüßt den Umbau. Diplom-Ingenieur Rubenbauer erwartet beim Durchqueren der Furt keine Probleme für landwirtschaftliche Fahrzeuge, für die übrigen Kfz sei sie aber ungeeignet. 2017 soll dann der eigentliche Ortsausbau beginnen.

Die Schaffung einer Ortsmitte und der Neubau einer Brücke über den Mühlbach stehen auf dem Programm. Um Kosten einzusparen, bietet sich hier für den Übergang eine Alternative mit einem Durchlass an.

Bei Gesprächen mit den Anliegern ergaben sich weitere Details zur Dorfplatzgestaltung. So soll der in der Planung genannte Pavillon durch einen Baum ersetzt und ersatzweise ein kleines Buswartehäuschen für die Schulkinder an anderer Stelle errichtet werden. Weiterhin stehen auf der Wunschliste ein Umbau des Kapellen-Vorplatzes und eine fußgängerfreundliche Dorfstraße. Die Sanierung der Kapelle, die mit rund 40 000 Euro zu Buche schlägt, solle aus Kostengründen von ortsansässigen Fachleuten durch Eigenleistungen mitgetragen werden, wünschte sich der Bürgermeister. Bei der Verbesserung von Straßen und Wegen liegt ein Schwerpunkt auf der Entwässerung und dorfgerechten Beleuchtung. Ein wachsames Auge wird das Amt für Ländliche Entwicklung auf Begrünung und Baumbepflanzung haben.

Eine Aussage wurde besonders positiv vermerkt: "Da es sich um eine kleine Ortschaft handelt, kann nach Beschluss des Gemeinderates das gesamte Dorf in den Genuss einer privaten Förderung kommen." Die Befürchtung der Anlieger, sie könnten zu den Kosten der öffentlichen Maßnahmen mit herangezogen werden, entkräftete Bürgermeister Märkl, der eine Auskunft der Rechtsaufsicht am Landratsamt eingeholt hatte.
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