Förderstätte soll blühen

Nach der Knorpelkirsche wird der Apfelbaum gepflanzt. Seit zehn Jahren besteht die neue Förderstätte. Bild: fz

Aufnahmestopp hieß es vor zehn Jahren in der Förderstätte des HPZ Irchenrieth. Für Schüler oder für Menschen, die nicht mehr in der Werkstatt arbeiten konnten, war einfach kein Platz mehr.

Irchenrieth. (fz) Die Situation entspannte sich durch den Neubau einer Förderstätte. Erwachsene, die wegen ihrer Behinderung nicht in der Werkstatt arbeiten können, sind in der Förderstätte untergebracht.

Deren Leiter Thomas Fritsch schildert die Situation: "Die alte Förderstätte platzte aus allen Nähten, und Therapiemöglichkeiten waren so gut wie nicht vorhanden." Der Neubau wurde exakt vor zehn Jahren bezogen. Dieses Jubiläum feierte die Behinderteneinrichtung nun. Dem Gottesdienst in der Wohnheimkapelle folgte das Fest am Glockenturm vor dem Wohn- und Pflegeheim. Dabei pflanzten die Verantwortlichen zwei Bäume, damit es weiter Obst gebe. Pfarrer Alfons Forster sagte, dass der Erntedank für die Früchte sei.

Bäume gespendet

Laut Vorsitzendem Josef Rupprecht habe der Vorstand entschieden, zwei Bäume zu spenden. Gärtner Herbert Fischer aus Eschenbach setzte mit seinen Helfern eine große schwarze Knorpelkirsche und einen Apfelbaum "Prinz Albrecht".

Dazwischen begleiteten Josef Zimmermann gesanglich und Angelina Rittner mit der Gitarre die Feier. "Die Bäume sollen unsere Freude ausdrücken", meinte Rupprecht. Förderstättenleiter Fritsch versprach den Betreuten, dass man im Frühjahr schon ein Kirschblütenfest feiern werde.

Menschen mit Behinderung, die aus der Schule kommen und nicht in der Werkstatt arbeiten können, und auch Menschen, die die Arbeit in der Werkstatt nicht mehr schaffen, sind in der Förderstätte. Derzeit werden 80 Behinderte betreut, berichtete Annegret Eismann.

Die Heilerziehungspflegerin erzählte von der Situation vor zehn Jahren, die sich mit dem Neubau schlagartig verändert habe. "Wir konnten von 4 auf 10 Gruppen vergrößern und zugleich die Zahl der Betreuten in der Gruppe von 13 auf nunmehr höchstens 9 senken."

Zudem könnten die Fördereinheiten für die Menschen direkt in der Förderstätte erledigt werden, weil dafür die entsprechenden Therapieräume vorhanden seien.
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